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StartseiteUmwelt und VerbraucherDie nachhaltige Wahl zur einfachen Wahl machen07.04.2021

WWF zur Zukunft der ErnährungDie nachhaltige Wahl zur einfachen Wahl machen

Wie ernähren sich Menschen in Zukunft, ohne die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde zu überschreiten? Insgesamt müsse nachhaltige Ernährung für die Verbraucher einfacher werden, meint WWF-Ernährungsexpertin Tanja Dräger. Dabei sei vor allem die Politik gefragt.

Tanja Dräger im Gespräch mit Georg Ehring

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Eine Hand hält ein Messer und schneidet damit auf einem Brett Lauch. Danaben liegen Karotten und Kürbisspalten. (IMAGO / Cavan Images)
Gemüse ist gesund - das ist bekannt. Aber wie bekommt man Menschen dazu, mehr davon zu essen? (IMAGO / Cavan Images)
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Wie ressourcenaufwendig Ernährung ist, hängt davon ab, was Verbraucher zu sich nehmen. Hier schlagen vor allen Dingen tierische Produkte zu Buche: insbesondere Fleisch und Wurst, aber auch Käse, Sahne und Eier. "Das heißt aber nicht, dass wir in Zukunft gänzlich auf diese Produkte verzichten müssten", meint WWF-Ernährungsexpertin Tanja Dräger.

Mann mit Schüssel frischem Salat in Küche vor dem gemeinsamen Mittagessen in einer WG (picture alliance / Zoonar / Robert Kneschke) (picture alliance / Zoonar / Robert Kneschke)Wie die Pandemie verändert unser Essverhalten verändert 
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Tierische Produkte reduzieren

Daher werde man in Zukunft den Konsum an tierischen Lebensmitteln reduzieren müssen, insbesondere von Wurst und Fleisch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehle allein aus gesundheitlichen Gründen eine Halbierung des Fleischkonsums, betont Dräger.

Tipps des WWF zur nachhaltigen Ernährung

  • Konsum an tierischen Lebensmitteln reduzieren
  • Alternativen zu tierischen Produkten probieren
  • vegane oder vegetarische Gerichte in Kantinen besser bewerben
  • Politik statt Verbraucher in die Verantwortung ziehen
  • Preisgestaltung von tierischen und pflanzlichen Produkten anpassen
  • Ausbildung von Köchinnen und Köchen modernisieren

Welche tierischen Produkte man am einfachsten reduzieren könne, müsse jeder für sich privat und persönlich selber herausfinden, meint Dräger. "Aber insgesamt geht es eben darum, sich auf den Weg zu machen und Alternativen zu probieren" - beispielsweise Produkte aus pflanzlichem Eiweiß.

Es gebe zwar auch pflanzliche Lebensmittel, die ressourcenaufwendig hergestellt und transportiert würden, wenn man sich den Flächenfußabdruck anschaue, den unsere Ernährung hinterlasse, sei dieser in Bezug auf pflanzliche Lebensmittel noch sehr gering: Von 2.000 Quadratmeter etwa pro Person würden 75 Prozent auf das Konto tierischer Produkte gehen und nur 25 Prozent auf das pflanzlicher Lebensmittel. 

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Politik in die Verantwortung ziehen

Verbraucher sollten dabei aber nicht alleine in die Verantwortung gezogen werden, meint die WWF-Ernährungs-Expertin. Die Politik müsse an den Stellschrauben drehen, "damit wir wirklich in Zukunft, wenn wir essen oder einkaufen gehen, mit der einfachen Wahl auch die gesunde und nachhaltige Wahl zur Verfügung haben."

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Beispielsweise müssten in Kantinen vegane oder vegetarische Gerichte besser beworben werden. Auch die Ausbildung von Köchinnen und Köchen müsse modernisiert werden. Die Ausbildungsverordnung für Köche stamme noch aus den 1990er-Jahren und beinhalte kaum vegane oder vegetarische Küche. "Hier gilt es dringend nachzubessern, weil wenn es nicht schmeckt, werden wir auch wenige Leute überzeugen, umzudenken", so Dräger.

Daneben müsse bei der Preisgestaltung nachgesteuert werden. Wenn Hühnerfleisch weniger koste als Gemüse, "müssen wir wirklich überlegen: Ist das eine richtige Balance oder sollten wir uns nicht woanders hinbewegen?"

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