
Sein Sender etwa sei extrem schlank aufgestellt und habe einen geringen Personalkostenanteil von 15 Prozent, sagte Himmler dem Deutschlandfunk. Für nur 15 Cent pro Haushalt am Tag leiste das ZDF einen Beitrag für die Demokratie. Wie wichtig das sei, das zeige der Vergleich mit Ländern, in denen das journalistische System anders aussehe. Der Intendant betonte, wenn es keine vertrauenswürdigen Inhalte mehr gäbe, dann könnten die Menschen auch über Suchmaschinen keine seriösen Informationen mehr finden.
Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erwachse aus der Beitragsfinanzierung der Auftrag zur Sparsamkeit, aber auch eine Legitimationspflicht, meinte Himmler. Er sprach von einer Verpflichtung, Qualität zu liefern, umfassend zu informieren, ausgewogen zu sein, aber auch Sport und gute Unterhaltung zu bieten.
Der ZDF-Intendant räumte ein, dass es auch in seinem Haus Fehler gebe, die eigentlich nicht passieren dürften, wie im Fall eines KI-generierten Bildes im heute-journal. Die transparente Aufarbeitung solcher Fehler sei aber ein Zeichen für Qualität. Das gelte auch im Vergleich mit anderen Medien und erst recht mit den großen amerikanischen Digital-Plattformen.
Das Zweite Deutsche Fernsehen ist eine der größten Sendeanstalten in Europa und hierzulande wie ARD und Deutschlandradio Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Himmler wurde im März für eine zweite fünfjährige Amtszeit als Intendant wiedergewählt. Der ZDF-Intendant ist Mitglied im Verwaltungsrat von Deutschlandradio, zu dem auch der Deutschlandfunk gehört. Das Interview mit ihm können Sie am kommenden Sonntag in der Sendung „Kulturfragen“ hören.
Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



