
Hilpert, der selbst Heizungsbaumeister ist, sagte im Deutschlandfunk, er sei froh, dass sich jetzt eine klare Richtung abzeichne. Besonders positiv sei, dass Bürokratie abgebaut werden solle und eine größere Technologieoffenheit geplant sei. Gas- und Ölheizungen seien noch immer populär, vor allem für ältere Gebäude.
Dagegen warnte die Vorsitzende der sogenannten "Wirtschaftsweisen", Schnitzer, vor negativen Folgen. Schnitzer sagte, die Reform bringe neue Unsicherheiten. So sei überhaupt nicht absehbar, ob klimafreundliche Brennstoffe künftig zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar seien. Darüber hinaus werde der europäische Emissionshandel fossiles Heizen deutlich verteuern, fügte die Wirtschaftswissenschaftlerin hinzu. Gas- und Ölheizungen könnten sich deshalb langfristig als Kostenfallen erweisen. Die Pläne waren auch bei den Grünen und der Linken auf starke Kritik gestoßen, die dadurch die deutschen Klimaziele gefährdet sehen.
Die Eckpunkte für die Reform sehen vor, dass der Einbau von Gas- und Ölheizungen weiter möglich sein soll, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden. Der Deutsche Mieterbund und viele Experten warnten vor Kostensteigerungen, weil diese Brennstoffe selten und teuer seien.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
