
Laut Innenministerium werben insgesamt 17 Parteien und einige unabhängige Kandidaten um die Stimmen. Für den Einzug ins Parlament gibt es eine Klausel von 3,6 Prozent der Stimmen. In jüngsten Umfragen deutete sich an, dass die konservative DISY-Partei und die linke AKEL-Partei etwa gleich stark abschneiden könnten. Gleichzeitig werden Zugewinne für rechtsgerichtete Kräfte sowie für politische Außenseiter erwartet.
Folgen des Krieges im Nahen Osten ein Thema im Wahlkampf
Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen unter anderem die Folgen des Krieges im Nahen Osten, die sich auf Preise und die wichtigste Einkommensquelle des Landes – den Tourismus – auswirken. Auch Themen wie Migration, Vetternwirtschaft und Korruption sowie die seit 1974 andauernde Besetzung des Nordens der Insel durch türkische Truppen und die daraus resultierende faktische Teilung Zyperns wurden intensiv diskutiert.
Die Wahllokale schließen um 18 Uhr Ortszeit (17 Uhr MESZ). Direkt im Anschluss werden erste Prognosen auf Basis von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe erwartet.
Kein Einfluss auf Regierungsbildung
Auf die Regierung in Zypern hat die Wahl keine direkte Auswirkung: Der konservative Präsident Christodoulidis, der seit 2023 im Amt ist, bildet die Regierung und führt sie. Die Wahl gilt daher auch als wichtiges Stimmungsbarometer für die Präsidentschaftswahl 2028.
Weitere Informationen:
Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
