Seit 14:00 Uhr Nachrichten

Soziologe Armin NassehiWas ist "links" und was ist "rechts"?

(dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

Seit der Französischen Revolution wird das politische und soziale Leben in den Kategorien von "rechts" und "links" sortiert. Das ist zu unterkomplex, meint der Soziologe Armin Nassehi in seinem Werk "Die letzte Stunde der Wahrheit". Um die immer unübersichtlichere Gegenwart zu ordnen und zu verändern, brauche es eine kollektiv gesellschaftliche Empathie.


Kleine Mädchen stehen am Sonntag (28.08.2011) in Kundus (Afghanistan) vor einem Haus.  (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Frauen in AfghanistanWenn Töchter als Söhne aufwachsen

Der schlimmste Ort, an dem ein Mädchen zu Welt kommen kann: So beschreibt eine Frau in Afghanistan der Journalistin Jenny Nordberg ihre Heimat. 2009 stieß die Pulitzerpreisträgerin dort erstmals auf die sogenannten "bacha posh" - Mädchen, die als Jungen ausgegeben werden, um so das Ansehen der Familie zu steigern.


Panzer der Alliierten fahren beim Vormarsch im März 1945 durch die Straßen der Stadt Kevelear. (picture alliance / dpa / Pix Features, V. and P. Wickman)

Zweiter WeltkriegMassenhafte Vergewaltigungen durch Siegermächte

Im Zweiten Weltkrieg kamen die Alliierten nicht nur als Befreier, sie vergewaltigten unzählige Frauen. Im kollektiven Gedächtnis sind vor allem die Russen als Täter abgespeichert - doch auch die Soldaten der West-Alliierten verübten massenhaft Sexualverbrechen, wie die Historikerin Miriam Gebhardt in "Als die Soldaten kamen" aufzeigt.


Ein Containerschiff fährt im Hafen von Los Angeles, USA.  (dpa / picture alliance / Sean Masterson)

TTIPMehr als der Abbau traditioneller Handelshürden

Das Freihandelsabkommen TTIP soll Handelshemmnisse und Zölle zwischen Europa und Amerika abbauen und die größte Freihandelszone der Welt ermöglichen. Seit zwei Jahren wird darum gerungen. Die Journalisten Franz Kotteder und Thilo Bode von Foodwatch kritisiern, dass durch das Abkommen Schutzregeln angegriffen werden, für deren Einführung in Europa oder den USA oft hart gekämpft wurde.


Steve Israel, Mann mit grauen Haaren im Anzug, steht an einem Rednerpult und gestikuliert mit den Händen, im Hintergrund eine US-amerikanische Flagge. (imago/stock&people/UPI photo)

Steve Israel: The Global War on MorrisPlötzlich in Guantanamo

Dick Cheney als fieser Finsterling und ein unschuldiger Bürger, der in kafkaesker Art zum Staatsfeind wird: Steve Israel, Abgeordneter der Demokraten aus New York, hat mit "The Global War on Morris" eine politische Satire über die staatliche Überwachungsmaschinerie in den USA vorgelegt.


Der Sozialphilosoph Hans Joas steht an einem Pult und hält eine Rede. (imago / VIADATA)

MenschenrechteEuropas Geschichtsblindheit

Sind die Menschenrechte eine genuin "westliche" Erfindung? Nein, sagt der Soziologe Hans Joas und warnt den Westen vor zuviel Überheblichkeit. Seine Untersuchung rückt fast nebenbei ein Geschichtsbild zurecht, in dem es sich Europa allzu gemütlich gemacht hat.


Ein Richterhammer und ein Strafgesetzbuch liegen am 19.03.2013 im Landgericht Osnabrück (Niedersachsen) auf einem Tisch. (picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

SchöffenPlötzlich Richter Ahnungslos

Das Ehrenamt des Schöffen kann einen treffen wie der Blitz den Kirchturm. Die meisten Laienrichter werden vom Staat zwangsverpflichtet, weil es viel zu wenige Freiwillige dafür gibt. Der Journalist Marc Baumann wurde fünf Jahre lang unfreiwillig Laienrichter an einem Münchner Amtsgericht und hat nun seine Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst.

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Literatur

Eine Leselupe (picture-alliance / dpa / Heiko Wolfraum)

Volker KutscherKommissar Rath ermittelt wieder

Bereits zum fünften Mal schickt der in Köln lebende Schriftsteller Volker Kutscher seinen Kommissar Gereon Rath auf Verbrecherjagd. In "Märzgefallene" verbindet er Ereignisse aus dem Ersten Weltkrieg mit Mordfällen aus der Zeit der Machtergreifung Hitlers.

Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptop Computers. (imago / Jochen Tack)

KurzgeschichtenVerstrickungen des realen und digitalen Lebens

In dem Band "Vier neue Nachrichten" geht es um die virtuelle Welt und wie sie das Leben beeinflusst. In seinen vier Erzählungen macht es der junge amerikanische Autor Joshua Cohen den Lesern nicht einfach - er ist ein Meister darin, Erwartungen zu enttäuschen.

Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin Sibylle Berg im Haus der Berliner Festspiele in Berlin bei dem Auftakt der Veranstaltung "Ein Tag mit ... Sibylle Berg und Freunden". (picture alliance / dpa)

Sibylle BergDer Tag, als meine Frau einen Mann fand

"Liebe ist möglich, wenn man sie von Raserei und Leiden trennt." Sätze wie dieser, plakativ auf dem Cover ihres neuen Buchs, sind typische Sibylle-Berg-Formulierungen - provokant und einprägsam. Ihr neuer Roman "Der Tag, als meine Frau einen Mann fand" bietet viele solcher Sätze.

Büchermarkt

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Politik

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU, r) und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) (dpa / Soeren Stache )

VorratsdatenspeicherungDie Quadratur des Kreises ist nicht geglückt

Der Gesetzentwurf von Innen- und Justizminister sieht vor, dass Telefon- und Internetdaten zur Verbrechensbekämpfung künftig zehn Wochen lang aufbewahrt werden können. Doch viele Probleme seien mit der nun vorgeschlagenen Neuregelung nur unzureichend erfasst, kommentiert Falk Steiner.

Afrikanische Flüchtlinge sitzen in Tripolis nach ihrer Verhaftung auf dem Boden. (picture-alliance/dpa/EPA/Str)

EU-Flüchtlingspolitik"Zutiefst unsolidarische Regelung"

Der Europareferent der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl, Karl Kopp, hat die Pläne der EU-Kommission zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU kritisiert. Die Menschen könnten nicht zwangsverteilt werden, sagte Kopp im DLF. Er forderte ein neues europäisches System der Flüchtlingsaufnahme.

Christian Flisek spricht im Bundestag in eine Reihe von Mikrofonen von Rundfunksendern. (imago / Martin Müller)

No-Spy-Abkommen"Merkel sollte im Wahlkampf als Heldin dastehen"

Der SPD-Abgeordnete Christian Flisek wirft dem Bundeskanzleramt vor, die Aussichten auf ein No-Spy-Abkommen mit den USA bewusst falsch dargestellt zu haben. Die Äußerungen des Kanzleramts hätten keine Grundlage gehabt, sagt der SPD-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss im Deutschlandfunk.

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