Mittwoch, 22.11.2017
StartseiteGesichter EuropasFrankreichs Polizei im Dauerstress22.07.2017

AusnahmezustandFrankreichs Polizei im Dauerstress

Islamistische Attentate, Demonstrationen, Spannungen in den Banlieues: Frankreichs Polizisten sind erschöpft, einige traumatisiert. Immer wieder werden sie Opfer gezielter Attacken, zuletzt im April, auf den Pariser Champs-Élysées, wo ein Terrorist einen Schutzmann erschossen hat.

Von Bettina Kaps

Hier eine Demonstration in der Pariser Vorstadt Argenteuil, wo ein alter Mann bei einer Polizeikontrolle ums Leben kam. (Deutschlandradio / Bettina Kaps)
Hier eine Demonstration in der Pariser Vorstadt Argenteuil, wo ein alter Mann bei einer Polizeikontrolle ums Leben kam. (Deutschlandradio / Bettina Kaps)

Doch für viele Franzosen sind Polizisten keine Schutzmänner, sondern Feinde: Weil sie aggressiv auftreten und rasch zu gefährlichen Waffen, wie Elektroschock- und Hartgummigeschoss-Pistolen greifen, die in vielen Ländern verboten sind; weil sie gezielte Personenkontrollen aufgrund von ethnischen Merkmalen durchführen; weil brutale Festnahme-Techniken tödliche Folgen haben und Vergewaltigungen bekannt wurden.

Französische Polizisten trainieren mit Waffen in den Händen an der Polizeischule. (Deutschlandradio / Bettina Kaps)In der Polizeischule von Montbéliard: Eine Fortbildung in Sachen Terror-Bekämpfung. (Deutschlandradio / Bettina Kaps)

In wohl kaum einem anderen europäischen Land ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei so schwach wie in Frankreich.

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