• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
StartseiteInterview"Licht in das Dunkel gebracht"05.03.2016

Bericht zur Vergabe der WM 2006"Licht in das Dunkel gebracht"

Für Reinhard Grindel hat das Freshfields-Gutachten den Zahlungsfluss vor der WM 2006 "glasklar" gemacht: Das Geld sei in Katar gelandet, sagte der designierte DFB-Präsident im DLF. Dies könnte auch "ein klein bisschen mehr gewürdigt werden". Zudem kündigte er Veränderungen bei künftigen Vertragsabschlüssen des DFB an.

Reinhard Grindel im Gespräch mit Martin Zagatta

Der designierte DFB-Präsident Reinhard Grindel (dpa / picture-alliance / Rainer Jensen)
Der designierte DFB-Präsident Reinhard Grindel (dpa / picture-alliance / Rainer Jensen)
Mehr zum Thema

WM 2006 DFB-Anwälte finden keine Beweise für Stimmenkauf

Affäre um WM-Vergabe Neue Vorwürfe gegen den DFB

Ausrüstervertrag mit Adidas Verstößt der DFB gegen Kartellrecht?

WM-Vergabe 2006 "Das FBI hat kein Problem mit Verjährung"

Der CDU-Politiker nannte im Deutschlandfunk unter anderem die Einrichtung einer unabhängigen Ethikkommission. Zudem versprach er, Vertragsabschlüsse in Zukunft transparenter zu gestalten. Im Falle seiner möglichen Wahl würde er eine "Stabsstelle für Compliance und Controlling" einrichten. Am Ende gelte aber auch: "Vorschriften sind nur so gut wie die Menschen, die sie einhalten", so Grindel.

Zum gestern vorgestellten Report sagte Grindel, dieser habe "Licht in das Dunkel ". Der Zahlungsfluss bei der Einzahlung der zehn Millionen Schweizer Franken sei "glasklar": Das Geld sei in Doha/ Katar gelandet, "die Vermutung, bin Hammam hat es bekommen, ist damit nachgewiesen in meinen Augen".

Noch vor dem Darlehen des ehemaligen Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus wurde ein Betrag in Höhe von sechs Millionen Schweizer Franken über den Umweg eines Verteilerkontos zur FIFA-Skandalfigur Mohamed bin Hammam, den damaligen FIFA-Vizepräsidenten, überwiesen. Auch der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer war dem Bericht der Anwaltskanzlei Freshfields zufolge in die dubiosen Millionenzahlungen stärker involviert als bisher angenommen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk