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Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptop Computers. (imago / Jochen Tack)

KurzgeschichtenVerstrickungen des realen und digitalen Lebens

In dem Band "Vier neue Nachrichten" geht es um die virtuelle Welt und wie sie das Leben beeinflusst. In seinen vier Erzählungen macht es der junge amerikanische Autor Joshua Cohen den Lesern nicht einfach - er ist ein Meister darin, Erwartungen zu enttäuschen.


Wohnblocks aus den 60er- und 70er-Jahren im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois (picture-alliance / Robert B. Fishman)

Autorin Saphia Azzeddine Schwindelerregendes Spiel mit den Klischees

Die marokkanisch-französische Autorin Saphia Azzeddine hat als Einwanderin in Frankreich soziale Ausgrenzung, den Kampf gegen Benachteiligung und für einen Platz in der Gesellschaft selbst erlebt. In ihrem Roman "Mein Vater ist Putzfrau" zeigt sie das Leben in den Pariser Vorstadtgettos und den Versuch eines Jungen, dem zu entfliehen.


Anthony Doerr läuft durch Saint Malo. (picture alliance / dpa - Philippe Renaul)

Anthony DoerrZwei junge Menschen und die Folgen des Krieges

Anthony Doerr erzählt in seinem Buch "Alles Licht, das wir nicht sehen" zwei Bildungsgeschichten des Zweiten Weltkriegs: Marie-Laure lernt trotz Verlust des Augenlichtes, sich in der Welt zurechtzufinden. Werner hingegen wird in der Hitlerjugend bis zur völligen Verblendung indoktriniert. Das Bindeglied zwischen den beiden - das Radio.


Die Symbole für das männliche und weibliche Geschlecht sind im LWL-Museum für Naturkunde in Münster (Nordrhein-Westfalen) in der Ausstellung "Sex und Evolution" zu sehen. (dpa / picture alliance / Friso Gentsch)

Ralf BöntIdentitätskrise des Mannes

Mit der Schrift "Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann" erregte der studierte Physiker Ralf Bönt Aufsehen. Nun widmet er der von ihm diagnostizierten Krise der Männlichkeit einen ganzen Roman: In "Das kurze Leben des Ray Müller" ist der Geschlechterkampf ein Rückzugsgefecht geworden.


Zwei Jugendliche laufen Hand in Hand durch eine Unterführung (imago/Westend61)

Buch der Woche: Der OrtVerlangen nach Identität in der Pubertät

Im vierten Zyklusroman von Andreas Maier "Der Ort" konfrontiert der Erzähler sich mit einer ihm bisher unbekannten Phase seiner Entwicklung. 1983 wird er 16 Jahre alt und es beginnt die quälende Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Dazu gehört die Zeit der Pubertät, der hilflosen Orientierungssuche und der ersten Liebe.


Der Hauptdarsteller des Musicals "Tanz der Vampire", Felix Martin, posiert in Hamburg. (picture alliance / dpa)

LiteraturwissenschaftDie Polen und ihre Vampire

Die polnische Literaturwissenschaftlerin Maria Janion ist in Deutschland weitgehend unbekannt - und das, obwohl sie mit "Die Polen und ihre Vampire" ein brillantes Werk geschaffen hat. Sie beleuchtet die großen polnischen Themen und Autoren so, wie es nur wirklich große Geister wagen.


Ein Buch fächerartig aufgeschlagen (imago/Mint Images)

Hablizel Verlag"Alle Bücher haben ein fantastisches Element"

Vor fünf Jahren hat der ehemalige "Spex"-Redakteur Markus Hablizel den gleichnahmigen Verlag auf die Beine gestellt. Die Veröffentlichgungen haben vor allem eines gemeinsam: In Ihren Geschichten breche plötzlich etwas in die Realität ein, was eigentlich nicht sein könne, sagt Hablizel.


Die Appalachen - ein Mittelgebirge in den USA (picture alliance / dpa / Jim Lo Scalzo)

Henry David Thoreaus "Walden"Plädoyer für den Teilzeit-Ausstieg

Henry David Thoreau zählt zu den großen Nationaldichtern der USA. Doch das war nicht immer so: Zu Lebzeiten galt er auch und vor allem wegen seines Buches "Walden oder Leben in den Wäldern" als Naivling und Sonderling. Eben dieser Aufruf, sich auf die Natur zu besinnen, wurde nun neu aufgelegt - und seine Thesen sind aktueller als je zuvor.


Die österreichische Journalistin und Schriftstellerin Eva Menasse. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Essayband von Eva MenasseGute Analysen der Literatur des 20. Jahrhunderts

In ihrem Essayband "Lieber aufgeregt als abgeklärt" sammelt Eva Menasse Erzählungen, Feuilletons und Aufsätze über wahlverwandte Autoren. Dabei erweist sie sich als eine genaue Leserin, die in die Feinheiten der Texte eindringend. In der Summe ist das aber - anders als der Titel verspricht - eher abgeklärt als aufgeregt.


Mit seinen großen, rot umrandeten Augen schaut Waldi, ein Käuzchen des jüngsten, vierköpfigen Nachwuchses der Waldkäuze im Vogelpark in Steinen (Kreis Lörrach), in die Kamera des Fotografen. (picture alliance / dpa / Rolf Haid)

Malerin und Schriftstellerin Anita Albus"Meine Texte sind nicht filigran"

Anita Albus steht mit ihrem Werk in der Tradition der Naturdichter und -maler, der Reisenden, der Neugierigen. Wenn sie über Käuze schreibt und Käuze zeichnet, dann sind das sowohl die Vogelarten - aber auch die seltsamen Käuze in Kunst und Wissenschaft. Im DLF spricht sie über ihr neues Buch "Käuze und Kathedralen".


Im Hintergrund Algerien-Franzosen, Gegner der Unabhängigkeit Algeriens, während einer Demonstration Ende Januar 1960 in Algier. Im Vordergrund an den Barrikaden französische Fallschirmspringer. (dpa )

Roman des Skandalautos GuyotatEin makabrer Mord- und Todesreigen

Der kleine Schweizer Diaphanes Verlag hat eine literarische Entdeckung gemacht: Pierre Guyotat ist in Frankreich ein berühmter Autor, der mehr als 20 Romane veröffentlicht hat. Im Deutschen ist jetzt aber erstmalig ein umfangreicheres Werk erschienen. Sein "Grabmal für fünfhunderttausend Soldaten" ist eine Abrechnung mit dem Algerienkrieg - ein wahres Schreckensszenario.

Weitere Beiträge

Nächste Sendung: 31.05.2015 16:10 Uhr

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Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
Péter Esterházy: Die Mantel-und-Degen-Version
(Hanser)
Ein Beitrag von Ursula März
Am Mikrofon: Denis Scheck
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Podcast

Rezensionen von A bis Z

Blick in ein Bücherregal einer Bücherei (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

Von Soazig Aaron bis Leonid Zypkin, von Nick Abadzis bis Joost Zwagerman, von "Abel" bis "Zypern - ein Radioessay" - die folgenden Links führen Sie direkt zur gesuchten Büchermarkt-Sendung, sortiert nach Autoren, Rezensenten oder Büchern.

Bücher für junge Leser

Die Schriftstellerin Anna Seghers 1961 (dpa / picture alliance)

BildgeschichtenComics besser als ihr Ruf?

Während das populäre Erzählen mit Bildgeschichten in Frankreich und den USA als "Neunte Kunst" gefeiert wurde, sprach man hierzulande noch von "Schundliteratur". Nun offenbart uns der Aufbau Verlag die überraschende Tatsache, dass der Erfolg des "Siebten Kreuz" von Anna Seghers maßgeblich einer Bildgeschichte zu verdanken ist.

Andruck

(dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

Soziologe Armin NassehiWas ist "links" und was ist "rechts"?

Seit der Französischen Revolution wird das politische und soziale Leben in den Kategorien von "rechts" und "links" sortiert. Das ist zu unterkomplex, meint der Soziologe Armin Nassehi in seinem Werk "Die letzte Stunde der Wahrheit". Um die immer unübersichtlichere Gegenwart zu ordnen und zu verändern, brauche es eine kollektiv gesellschaftliche Empathie.

Literatur

Eine Leselupe (picture-alliance / dpa / Heiko Wolfraum)

Volker KutscherKommissar Rath ermittelt wieder

Bereits zum fünften Mal schickt der in Köln lebende Schriftsteller Volker Kutscher seinen Kommissar Gereon Rath auf Verbrecherjagd. In "Märzgefallene" verbindet er Ereignisse aus dem Ersten Weltkrieg mit Mordfällen aus der Zeit der Machtergreifung Hitlers.

Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptop Computers. (imago / Jochen Tack)

KurzgeschichtenVerstrickungen des realen und digitalen Lebens

In dem Band "Vier neue Nachrichten" geht es um die virtuelle Welt und wie sie das Leben beeinflusst. In seinen vier Erzählungen macht es der junge amerikanische Autor Joshua Cohen den Lesern nicht einfach - er ist ein Meister darin, Erwartungen zu enttäuschen.

Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin Sibylle Berg im Haus der Berliner Festspiele in Berlin bei dem Auftakt der Veranstaltung "Ein Tag mit ... Sibylle Berg und Freunden". (picture alliance / dpa)

Sibylle BergDer Tag, als meine Frau einen Mann fand

"Liebe ist möglich, wenn man sie von Raserei und Leiden trennt." Sätze wie dieser, plakativ auf dem Cover ihres neuen Buchs, sind typische Sibylle-Berg-Formulierungen - provokant und einprägsam. Ihr neuer Roman "Der Tag, als meine Frau einen Mann fand" bietet viele solcher Sätze.

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