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Neuer Büchner-Preisträger "Ich bedaure Autoren, die nur Romane schreiben"

Gerne nimmt sich der neue Georg-Büchner-Preisträger Marcel Beyer der Nachkriegszeit in Bundesrepublik und DDR an - stets mit Rückbezügen auf die NS-Zeit. Auslöser, sich mit Geschichte zu befassen, war Beyer zufolge die Fernsehberichterstattung über den Fall der Mauer. "Geschichte ist etwas, was sich ganz akut in dieser Sekunde vollziehen kann", sagte der Schriftsteller im Deutschlandfunk.


Stewart O'Nan über F. Scott Fitzgerald"Mich hat interessiert, wie er es schafft, durchzuhalten"

Über den US-amerikanischen F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda ist schon viel geschrieben worden. Bis zum Ende ihrer Ehe führten beide ein exzessives Leben auf der Überholspur. Genau dieser Glamour interessiert Stewart O'Nan aber nicht: Er hat sich in seiner Fitzgerald-Biografie auf die letzten drei Jahre des "Großen Gatsby"-Vaters spezialisiert.

Publizistin Carolin EmckeZwischen Bruce Chatwin und Michel de Montaigne

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in diesem Jahr wird an die Publizistin Carolin Emcke vergeben. "Sie sucht das menschliche Antlitz in der Weltgeschichte", sagte "Spiegel"-Autor Nils Minkmar im DLF und verglich Emckes Prosa mit der des Schriftstellers Bruce Chatwin, ihre Fähigkeit zur Reflexion mit dem Essayisten Montaigne.


KritikergesprächWahn und Sinn in Familien

Benedikt Wells erzählt die Geschichte von drei grundverschiedenen Geschwistern, die nach dem Tod der Eltern zusammenwachsen und doch von ihrer Vergangenheit eingeholt werden. Michael Kumpfmüller stellt in seinem Roman einen ebenso modernen wie überforderten Mann in den Mittelpunkt, der vieles auf einmal sein muss: Ehemann, Liebhaber, Haushälter und Vater. Zwei Romane, diskutiert von Kritikern, die nicht einer Meinung sind.


Luise Straus-Biografie"Alles Althergebrachte zertrümmern"

Der Künstler Max Ernst habe immer nur Frauen geheiratet, die ihm weiterhelfen konnten, sagte die Autorin Eva Weissweiler im DLF. In "Notre Dame de Dada" zeichnet sie das Leben der Kunsthistorikerin und Journalistin Luise Straus nach. Die hatte 1918 den noch unbekannten Max Ernst geheiratet, doch während Ernst zum Kunststar wurde, kam Straus im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben.


Pop-Autor Wolfgang Welt gestorben Immer aus dem Bauch heraus

Der Bochumer Pop-Autor Wolfgang Welt ist gestern im Alter von 63 Jahren gestorben. Er gilt als einer der größten, aber auch unterschätztesten deutschen Schriftsteller der vergangenen 40 Jahre. Zu seinem 60. Geburtstag erschien ein großer Teil von Welts Musik- und Literaturkritiken in Buchform. Damals gab es auch im Deutschlandfunk folgende Rezension zur Sammlung.


Älterwerden Stilvoll in die besten Jahre

Manche Menschen werden nicht alt, sie werden zum Klassiker. Falten bekommen sie wegen des Vintage-Looks. Die Journalistin Susanne Mayer ermutigt in ihrem neuen Buch "Die Kunst, stilvoll älter zu werden" dazu, den Verlust von Schönheit im Alter anteilweise durch Eleganz zu ersetzen.


Kolonialgeschichte in IndienAbgesang auf die überlegene Kultur

Der europäische Kolonialismus hat in vielen Ländern dieser Welt seine Spuren hinterlassen, die bis in die heutige Zeit spürbar sind. In seinem Roman „Die Belagerung von Krishnapur“ manifestiert der anglo-irische Schriftsteller James Gordon Farrell seinen Abgesang auf die überlegene Kultur der Kolonialherren, hinter deren Fassade Rassismus und Gewalt herrschten.


Kochbuch-Reihe der Stiftung WarentestIm Gewand einer kulinarischen Mogelpackung

Die unter dem Titel "Perfektion" in drei Bänden angekündigte Einführung in die Wissenschaft des guten Kochens ist eine Übersetzung des 2012 erschienen Kochbuchs des promovierten Lebensmittelchemikers Guy Crosby. Die Übersetzung aus dem Amerikanischen treffe auch auf die Kulinarik zu, meint Eva Gritzmann.


Erzählungen von Anton ČechovDie Notwendigkeit eines selbstbestimmten Lebens

Anton Čechov war ein Meister der Kurzgeschichte - über 100 verfasste er in seinem Leben. Seine späten Erzählungen sind geprägt von seinen Erfahrungen als Arzt in der Provinz. Sie spiegeln die Schwere zwischen den Armen und der Intelligenzija wider und zeigen die unüberwindbare Distanz zwischen Moskau und Petersburg auf der einen und der Provinz auf der anderen Seite.


90. Geburtstag Raul Hilberg Zur Anatomie des Holocaust

Raul Hilberg, der am 2. Juni 1926 in Wien geboren wurde und 2007 in den USA gestorben ist, wäre heute 90 Jahre alt geworden. Der jüdische Emigrant diente als junger Mann in der amerikanischen Armee. Seine Division war an der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau beteiligt. 1948, als Student, begann Hilberg bereits mit den Recherchen über "Die Vernichtung der europäischen Juden". Es sollte sein Lebenswerk werden.

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Nächste Sendung: 01.07.2016 16:10 Uhr

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Aus dem literarischen Leben
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Aus dem Türkischen von Johannes Neuner
(Binooki Verlag, Berlin)

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Am Mikrofon: Angela Gutzeit
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Blick in ein Bücherregal einer Bücherei (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

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