Freitag, 17.11.2017
StartseiteComputer und KommunikationHandy-Kommunikation im Krisenfall 21.10.2017

Hilfe bei NetzausfallHandy-Kommunikation im Krisenfall

In Deutschland geschieht es fast nie: Doch die Kommunikations-Infrastruktur kann ausfallen. Die "Smarter App" ermöglicht es Menschen, sich auch im Krisenfall zu vernetzen. Dafür kommunizieren die Handys untereinander - ganz ohne WLAN und Mobilfunkanbieter.

Ralf Steinmetz im Gespräch mit Manfred Kloiber

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Ein junger Mann steht auf einem Bahnsteig und liest auf seinem Smartphone (Clem Onojeghuo / unsplash.com)
Hier funktioniert das Netz noch. Doch was, wenn die Verbindungen komplett ausfallen? (Clem Onojeghuo / unsplash.com)
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Seit rund zwei Jahren arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Rahmen eines Forschungsprojekts mit Partnern an Lösungen für den Fall der Fälle. Herausgekommen ist bisher eine Anwendung für das Handy mit dem Namen "Smarter-App". Ähnlich wie bei Google Nearby oder AirDrop von Apple, können Handys Daten direkt untereinander austauschen, ohne auf ein zur Verfügung stehendes Netz zurückzugreifen. Das geht innerhalb der sogenannten "Smarter-App". Die müssen die Beteiligten auf dem Handy installiert haben.

Sollte es zum Notfall kommen, können die Betroffenen der App ein Kommando geben. Daraufhin sucht die Anwendung nach weiteren Nutzern mit der installierten Applikation. Ist die Suche erfolgreich, können die Nutzer Daten miteinander austauschen. Die einzelnen Geräte dienen dann als Brücken. Doch für große Dateien, wie bei Videos, reicht es noch nicht. Im September fand ein Feldtest der "Smarter-App" statt, nun wurde Bilanz gezogen. Die größte Herausforderung sei dabei, dass die Geräte überhaupt einen solchen Modus erlauben, erklärt Kommunikationsforscher Ralf Steinmetz von der TU Darmstadt im Dlf. Bis nächstes Jahres läuft das Projekt noch. 

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