Sendung vom 09.08.2017
Für Adolf Wohlbrück war Schauspielern kein Beruf, sondern eine Berufung. In den 30ern stieg er mit Filmen wie "Viktor und Viktoria" zum Star des deutschen Kinos auf. Als Nazigegner und Homosexueller ging er früh ins Exil, nannte sich Anton Walbrook und blieb stets eine Figur von Eros und Eleganz, wie es sie nur im Kino gibt. Von Georg Seeßlen
Sendung vom 08.08.2017
Sie nannten ihn "Optimus": Kaiser Trajan galt schon zu Lebzeiten als der Beste. Er stabilisierte das Römische Reich im Inneren und erweiterte es um das Gebiet des heutigen Rumänien. Seine Bauten in Rom werden immer noch bewundert. Doch sein letzter Feldzug geriet zum Fiasko. Von Winifried Dolderer
Sendung vom 07.08.2017
Emil Nolde galt lange Zeit als ein Maler für alle: zugänglich und doch modern. In der NS-Zeit verfemt, wurde sein expressives Werk in der Bundesrepublik zur Staatskunst. Mit einem Nolde an der Wand konnte man nichts falsch machen - bis publik wurde, dass Nolde glühender Verehrer Hitlers war. Von Carmela Thiele
Sendung vom 06.08.2017
Antistar, Antiheld, Außenseiter: Robert Mitchum kam spät zum Film, stieg dann aber schnell zum Superstar auf. Er galt als Spezialist für das Böse, war aber meist als Abenteurer, Detektiv oder Gangster im Einsatz. Vor 100 Jahren wurde er in den USA geboren. Von Marli Feldvoß
Sendung vom 05.08.2017
Als am 5. August 1942 etwa 200 Waisenkinder in die Gaskammern von Treblinka geschickt wurden, ging Janusz Korczak freiwillig mit. Der polnisch-jüdische Arzt und Pädagoge hielt seinen Schutzbefohlenen konsequent die Treue. Von Doris Liebermann
Sendung vom 04.08.2017
Sex, Gewalt, Provokation: Mit dem Film "Bonnie and Clyde" explodierte der rebellische Geist der Sixties auf den amerikanischen Leinwänden. Die wilde Gangsterballade brach mit Darstellungskonventionen und läutete eine neue Hollywood-Ära ein. Damals verkannt, gilt der Film heute als Meisterwerk. Von Katja Nicodemus
Sendung vom 03.08.2017
Mit äußerster Hartnäckigkeit verfolgte Christoph Kolumbus seinen Plan, einen Seeweg nach Asien zu finden. Bis zu seinem Lebensende glaubte er, in Ostasien gelandet zu sein. Heute vor 525 Jahren brach er zu seiner folgenreichen Entdeckungsfahrt auf. Von Irene Meichsner
Sendung vom 02.08.2017
Antimaterie ist für Wissenschaftler heute etwas Gewöhnliches: Sie können sie künstlich erzeugen und verwenden sie für medizinische Diagnosen. Bei ihrer Entdeckung am 2. August 1932 durch den US-amerikanischen Physiker Carl David Anderson war die Antimaterie eine echte Sensation. Von Frank Grotelüschen
Sendung vom 01.08.2017
Kasperl und Seppel, Großmutter und Wachtmeister, Zauberer und Krokodil gehören zum typischen Kasperletheater - und natürlich der Räuber: ein polternder Grobian mit Schlapphut und Feder. Vor 55 Jahren erschien Otfried Preußlers Kinderbuch "Der Räuber Hotzenplotz". Von Carola Zinner
Sendung vom 31.07.2017
Der schwedische Ornithologe, Tierfotograf und Autor Bengt Berg vermittelte lange vor Sielmann oder Grzimek die Schönheiten der Natur massenmedial: Seine Bücher erreichten Millionenauflagen, seine Filme liefen über Wochen in ausverkauften Kinos. Nach dem Krieg wurde Berg wegen seiner NS-Sympathien in Schweden zur persona non grata. Von Dagmar Röhrlich
Sendung vom 30.07.2017
Wäre sie 1947 nicht gegründet worden, wäre das Schicksal Vermisster nach dem Zweiten Weltkrieg ungeklärt geblieben: die Suchdienst-Verbindungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes. Dank ihr haben bis heute Millionen Menschen zueinander gefunden. Zu Gründungsbeginn gestaltete sich die Suche jedoch schwierig. Von Andrea Westhoff
Sendung vom 29.07.2017
Die Internationale Atom-Energie-Organisation, eine Organisation der Vereinten Nationen, ist ein Kind der Atom-Euphorie der 50er-Jahre. Ihre Situation ist widersprüchlich: Sie soll sowohl den internationalen Transfer der Atomtechnologie unterstützen und propagieren als auch die militärische Nutzung kontrollieren. Von Monika Köpcke
Sendung vom 28.07.2017
Clemens Brentano war der Schöpfer von Lyrik, die zum Inbegriff der Romantik wurde. Doch den ersten Chronisten der Loreley-Sage plagten auch die Sprunghaftigkeit und Zerrissenheit seines Wesens. Welches Geheimnis verbarg sich hinter dem Dichter, der vor 175 Jahren starb? Von Christian Linder
Sendung vom 27.07.2017
Jahrzehntelang wurde über die Stahlkrise diskutiert. Dann packte Krupp-Chef Gerhard Cromme die Konsolidierung der Branche an. Er ließ Hoesch-Aktien kaufen, bis er eine Mehrheit an dem Wettbewerber besaß. Am 27. Juli 1992 schließlich fügte sich Hoesch der feindlichen Übernahme durch Krupp. Von Jutta Hoffritz
Sendung vom 26.07.2017
Das Werk von Roberto Arlt ist keine Erbauungsliteratur. Es sollte "wuchtig wie ein Kinnhaken" sein - so schrieb er einmal - und hat deshalb viele Zeitgenossen vor den Kopf gestoßen. Arlt machte als einer der ersten den Lunfardo literaturfähig, die Gauner- und Gassensprache von Buenos Aires. Von Peter B. Schumann
Sendung vom 25.07.2017
Volksheld Habib Bourguiba hatte Tunesien von den Franzosen befreit und als Premierminister mit einschneidenden Reformen in die Moderne geführt. Am 20. Juli 1957 kippte er auch noch den Monarchen vom Thron und rief die Republik aus. Die Zeichen standen auf Demokratie und Freiheit. Doch es kam anders. Von Christoph Vormweg
Sendung vom 24.07.2017
Anhaltende starke Regenfälle über Gebirgsregionen in Tschechien und Polen führten im Sommer 1997 zu einer schweren Flut im Odergebiet. Ende Juli brachen mehrere Deiche und lösten mit insgesamt 30.000 Soldaten den größten Inlandseinsatz der Bundeswehr im Katastrophenschutz aus. Von Andrea Westhoff
Sendung vom 23.07.2017
Am 23. Juli 1977 verfolgten zehn Millionen Menschen europaweit den Start einer deutschen Kultsendung: die erste Rockpalast-Nacht. Während in der Essener Grugahalle die Fans vor der Bühne abrockten, feierte man zuhause vor den Bildschirmen Rockpalast-Partys. Doch der Zauber hielt nicht ewig. Von Alfried Schmitz
Sendung vom 22.07.2017
Pablo Escobar war in den 80er-Jahren mit Kokainhandel zum mächtigsten Drogenboss Kolumbiens aufgestiegen. Der Chef des Kartells von Medellín versetzte sein Land in Angst und Schrecken. 1991 begab er sich freiwillig in ein von ihm selbst gebautes Luxusgefängnis, aus dem er am 22. Juli 1992 wieder floh. Von Victoria Eglau
Sendung vom 21.07.2017
1994 endete in Südafrika die Rassentrennung - nach Jahrzehnten des Widerstands. Den trieb Albert John Luthuli früh und entscheidend voran, als Präsident des African National Congress, und immer gewaltlos. Anfang der Sechziger bekam er als erster schwarzer Politiker den Friedensnobelpreis. 1967 geriet er unter einen Güterzug. Von Bettina Rühl
Sendung vom 20.07.2017
Suchtvorbeugung, Alkoholprävention, Impfungen: Seit 50 Jahren macht die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Werbung für ein gesundes Leben - ohne erhobenen Zeigefinger. Offen und unverkrampft klärte sie etwa in den 1980er-Jahren über AIDS auf. Von Martin Winkelheide
Sendung vom 19.07.2017
Zahlreiche Politiker, Journalisten, Richter und Staatsanwälte fielen in den 70er- und 80er-Jahren Mordanschlägen der Mafia zum Opfer. Vor 25 Jahren traf es Paolo Borsellino, Oberstaatsanwalt in Palermo. Er soll Kontakte zwischen der Mafia und staatlichen Stellen untersucht haben. Von Henning Klüver
Sendung vom 18.07.2017
Jane Austen hat in ihrem Roman "Stolz und Vorurteil" eines der berühmtesten Liebespaare der englischen Literatur geschaffen. Kritisch beobachtet sie die Gepflogenheiten der gehobenen Mittelklasse und analysiert scharfsinnig die Lebenssituation der Frauen. Heute vor 200 Jahren starb Austen im Alter von 41 Jahren. Von Regina Kusch
Sendung vom 17.07.2017
Eine "streitbare Intellektuelle" nannten Jürgen und Ute Habermas die Psychoanalytikerin und Feministin Margarete Mitscherlich. Zusammen mit ihrem Mann Alexander Mitscherlich hatte sie wesentlichen Anteil an der Wiederbelebung der Freudschen Psychoanalyse in Deutschland nach 1945. Heute vor 100 Jahren wurde Margarete Mitscherlich geboren. Von Rolf Wiggershaus
Sendung vom 16.07.2017
Im "Wintervelodrom", einer alten Radrennbahn in Paris, begann am 16. Juli 1942 die größte Judenrazzia während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich. Über 4000 Kinder und mehr als 8000 Männer und Frauen wurden zusammengetrieben, um ins Vernichtungslager Auschwitz abtransportiert zu werden. Verantwortlich waren französische Polizisten. Von Peter Hölzle
Sendung vom 15.07.2017
Aus Protest gegen ein Gerichtsurteil legte die Wiener Arbeiterschaft am 15. Juli 1927 die Arbeit nieder. Die spontanen Massenproteste gipfelten im Brand des Justizpalasts und wurden von der Polizei brutal niedergeschlagen - mit Auswirkung auf die weiteren politischen Entwicklungen. Von Bert-Oliver Manig
Sendung vom 14.07.2017
Die französische Schriftstellerin Germaine de Staël war so etwas wie eine frühe Kulturvermittlerin. Ihr Buch "De l’Allemagne" ("Über Deutschland") löste nach 1814 eine regelrechte Deutschlandmanie aus. Von Maike Albath
Sendung vom 13.07.2017
Seit Beginn der Tour de France 1903 haben sich Rennfahrer gedopt. Dem 29-jährigen Tom Simpson wurde das am 13. Juli 1967, vor 50 Jahren, zum Verhängnis. Er starb auf der 13. Etappe beim Aufstieg zum Mont Ventoux - und war damit das erste Doping-Todesopfer der Tour. Von Eduard Hoffmann
Sendung vom 12.07.2017
Henry David Thoreau gilt als Amerikas größter Naturdichter. Mit seiner Art zu leben und zu schreiben stellte er das Selbstverständnis der USA in Frage. Sein berühmter Essay über zivilen Ungehorsam inspirierte Gandhi und Martin Luther King zum gewaltlosen Widerstand. Vor 200 Jahren wurde Thoreau in Massachusetts geboren. Von Anette Schneider
Sendung vom 11.07.2017
Nach dem Holocaust sahen sich viele Juden gezwungen, Europa in Richtung Palästina zu verlassen. Die britischen Mandatsträger waren allerdings fest entschlossen, die Flüchtlinge aufzuhalten. Der Konflikt um die "Exodus" ist besonders dramatisch - und gilt zudem als Wendepunkt für die Entstehung Israels. Von Matthias Bertsch
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