Kultur heute

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Kulturfragen

8. Mai 1945Richard von Weizsäckers Rede 1985 vor dem Bundestag

Richard von Weizsäcker 1985 bei seiner Rede am Pult des Bundestags in Bonn. (dpa / Heinrich Sanden)

Aus der Amtszeit des gestern verstorbenen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist vor allem eine Rede in Erinnerung geblieben. Am 8. Mai 1985, dem 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, sprach er im Bundestag. Bis dahin war dieser Tag gerade in konservativen Kreisen eher als "Tag der Niederlage" betrachtet worden; von Weizsäcker aber machte unmissverständlich klar: Der 8. Mai ist auch für die Deutschen ein "Tag der Befreiung" gewesen.

NS-Raubkunstzentrum vor dem Start"Eine neue Ära der Provenienz-Forschung"

Experten für Provenzienzforschung untersuchen im Landesmuseum Wiesbaden die Rückseite eines Bildes. (picture alliance / dpa)

Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sucht lediglich ein Drittel der deutschen Museen aktiv in seinen Sammlungen nach NS-Raubkunst. Nun soll das neue "Zentrum Kulturgutverluste" die bislang dezentrale Suche bündeln. Sie erhoffe sich größere Sichtbarkeit in Restitutionsfragen, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters im DLF.

Frankreich vor und nach den TerroranschlägenGräben in Geschichte und Gegenwart

Menschen halten Schilder hoch, auf denen "Je suis Charlie" steht. (imago/Haytham Pictures)

Mancher politische Kommentar deutet die jüngsten Ereignisse in Frankreich als Zeitenwende in der Geschichte des Landes. Aber ist wirklich damit zu rechnen? Die Krise auch jenseits der Attentate hat eine lange Vorgeschichte. Der Publizist Johannes Willms spricht über die mentale Landkarte Frankreichs vor und nach den Anschlägen.

 

Das Kulturgespräch

Rap-MusikProvokation oder Mission? Gesten des Hip-Hop auf dem  Prüfstand

Ein cool blickender jugendlicher Mann gestikuliert vor einer Wand mit Graffiti (imago / INSADCO)

Der deutsche Rapper Bushido, der sich gerne provokativ in der Öffentlichkeit gibt, fotografierte sich nach den Terroranschlägen in Paris in einem Paris-Pullover und twitterte dazu "Bald geht's wieder rund". Das Medienecho war ihm sicher. Islam, HipHop, Jugendkultur - wie hängt das zusammen? Welche Gesten werden -verkleidet als naive Einfälle - als Marketing benutzt?

Anschläge von ParisIm Namen des Islam?

Blumen und Kerzen und Zettel mit der Aufschrift "Je suis Charlie" liegen auf dem Boden. (picture alliance / dpa)

Nicht nur in Frankreich ist das Entsetzen groß über das Attentat auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo". Eine winzige Minderheit fanatischer Gotteskrieger nimmt die große Mehrheit der Muslime in Haftung - und gibt der Islamophobie neue Nahrung. Das DLF-Kulturgespräch fragt nach den Folgen des Pariser Anschlags für Europas Muslime.

Zeit Forum WissenschaftWas Träume über uns verraten

V.l.n.r. Ulli Blumenthal, Thomas Penzel, Brigitte Holzinger, Stefan Klein, Felix de Mendelssohn, Andreas Sentke (Deutschlandfunk)

Nach Jahrzehnten der Traumforschung und Traumdeutung streiten Neurowissenschaftler, Schlafforscher, Psychologen und Psychoanalytiker noch immer über grundsätzliche Fragen. Auf dem 56. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT diskutierten Experten über die aktuelle Traumforschung.

 

Kultur

Berlin Graphic DaysAuf Kriegsfuß mit dem Establishment

Der Künstler Jim Avignon hat auf dem Innenhof des Tagesspiegels am 21.06.2014 in Berlin ein Wandbild gemalt. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Jim Avignon ist einer der bekanntesten deutschen Pop-Art-Künstler. Jetzt ist er das Aushängeschild der Berlin Graphic Days, wo am Wochenende Straßenkünstler, Illustratoren, Drucker und Grafiker aus aller Welt ihre Arbeiten zeigen und vor allem verkaufen wollen.

Kirche im KongoIm Kampf gegen die katholischen Hutu-Gotteskrieger

Ein bewaffneter Soldat steht auf einer Straße, um ihn herum Zivilisten. (dpa / picture alliance / Legnan Koula)

In der Demokratischen Republik Kongo nutzen die "Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas" (FDLR) religiöse Überzeugungen, um ihren brutalen Krieg zu rechtfertigen. Auch wenn in den letzten Jahren über 12.000 FDLR-Kämpfer entwaffnet und demobilisiert wurden, sind noch viele Extremisten übrig. Die katholische Kirche versucht, sie zum Aufgeben zu bewegen.

Siemens Musikpreis"Christoph Eschenbachs Musik spricht zum Hörer"

Christoph Eschenbach mit dem Taktstock vor dem NDR-Sinfonieorchester. (picture alliance / dpa - Olaf Malzahn)

Der Ernst-von-Siemens-Musikpreis zählt zu den bedeutendsten Kulturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Peter Ruzicka, Komponist und Jury-Mitglied, sagte im DLF, die Jury sei sich schnell einig gewesem, den Dirigenten Christoph Eschenbach auszuzeichnen. Er sei stets ein Ansprechpartner für die Neue Musik gewesen.