Berlinische GalerieEhrenrettung der Brutalismus-Architektur

Die Berlinische Galerie - Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. (dpa / Tim Brakemeier)

Die Berliner Bauten der 60er-Jahre sind oft alles andere als schön. Manche finden sie sogar so furchtbar, dass sie für deren Komplettabriss plädieren. Unter dem Titel "Radikal modern: Planen und Bauen in den 1960er-Jahren" tritt nun die Berlinische Galerie mit einer Ausstellung zur Ehrenrettung des sogenannten Brutalismus an.


Volksbühne in Berlin (imago / Seeliger)

Berliner VolksbühneEin irrer Tanz der Konsumopfer

Vier Libertins verschanzen sich an einem entlegenen Ort - und füllen ihre Tage mit Perversion, Erniedrigung, sexueller Gewalt und Mord. Das sind "Die 120 Tage von Sodom", 1785 erdacht von Marquis de Sade. Nun hat Johann Kresnik de Sades Werk auf die Berliner Volksbühne gebracht und auf die heutige Konsumgesellschaft übertragen.


Der französische Filmemacher Jacques Audiard mit der Goldenen Palme von Cannes. (pa/dpa/Nogier)

Filmfestival CannesTriumph für Frankreich

Die Jury des Filmfestivals in Cannes hat mal wieder ein politisches Zeichen gesetzt: Mit dem Flüchtlingsdrama "Dheepan" hat der französische Regisseur Jacques Audiard die Goldene Palme gewonnen. Aktueller könnte das Thema kaum sein. Insgesamt gingen drei der sieben Hauptpreise an Frankreich.


Die italienische Mezzo-Sopranistin Cecilia Bartoli (AFP / Dieter Nagl)

Salzburger PfingstfestspieleLeiser und Caurier deuten Glucks "Iphigénie en Tauride"

Mittlerweile ist man ja wirklich enttäuscht, wenn Cecilia Bartoli beim pfingstlichen Klassikfest an der Salzach nicht irgendetwas völlig Neues und Schräges wagt. Diesmal Glucks "Iphigénie en Tauride". Dabei zieht sie ihre singuläre Koloraturen-Show ab, ob es nun zur Rolle passt oder nicht. Trotzdem toll – ebenso wie die Inszenierung. Der fehlt es allerdings an Mythos.


Die Skulptur "Die Siegerin" des deutschen Bildhauers Arno Breker, der auch an den Olympischen Kunst-Wettbewerben teilnahmen (dpa / picture alliance / Hans Joachim Rech)

NazikunstSchreddern und einschmelzen! Das ist keine Kunst!

Nachdem jüngst mehrere Helden-Skulpturen von Nazi-Künstlern gefunden wurden, streiten Juristen, Kunstkenner und Politiker, wem sie gehören und was damit geschehen soll. Einschmelzen und Spielgeräte für Kinder daraus bauen, meint unser Kommentator Stefan Koldehoff.


Die Generalsekretärin der Autorenvereinigung PEN, Regula Venske (picture alliance / dpa)

Aktionstag gegen TTIP"Der Schutz von Kultur und Medien ist nicht verhandelbar"

Mit einem Aktionstag gegen das Freihandelsabkommen TTIP haben die deutschen Kulturverbände ihre Forderung nach einem ausdrücklichen Schutz von Medien und Urheberrecht bekräftigt. Das sei auch nicht verhandelbar, sagte die Generalsekretärin des PEN-Zentrums Deutschland, Regula Venske, im DLF.


Der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau (dpa / picture alliance / TASS / Novoderezhkin Anton)

"Das Kongo-Tribunal" von Milo Rau"Meines Erachtens ist das ein Wirtschaftskrieg"

Ein Tribunal zum Kongo-Krieg als Film und Live-Performance - in seinem aktuellen Projekt fragt der Schweizer Regisseur Milo Rau: "Was sind die Anlässe für diesen Krieg, der einfach nicht aufhören will seit 20 Jahren?" Er versteht sich dabei als "Arrangeur eines politischen Meetings, eines Tribunals in der Tradition des Vietnam-Tribunals, vielleicht sogar des Nürnberger Tribunals".


Eine Sammlung von Fernsehgeräten, Radios und Radioweckern aus den Anfängen der Unterhaltungsindustrie (picture alliance / dpa / Farnsworth)

"Die Revolution des Auges"Kunst, Design und das frühe US-Fernsehen

Das Fernsehen als minderwertige Kunstform: Gegen diese Vorstellung mussten sich in den 1950er- und 1960er-Jahren in den USA die Macher des neuen Mediums wehren. Eine Ausstellung im New Yorker Jüdischen Museum zeigt, wie sie versuchten, mithilfe von Anleihen aus Kunst und Design ein anspruchsvolles Fernsehen zu etablieren.

Weitere Beiträge

Nächste Sendung: 30.05.2015 17:30 Uhr

Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Die Brüder Karamasow" - Frank Castorf setzt seine Auseinandersetzung mit Dostojewski bei den Wiener Festwochen fort

Bernard Schultze zum 100. - Eine Ausstellung im Kölner Museum Ludwig

Gerechtigkeit nach 70 Jahren? In Warschau werden die Kämpfer für die "Ghettorente" ausgezeichnet

"Revolution und Krieg" - Die deutsch-ukrainische Historikerkommission tagt in Berlin zu den Transformationsprozessen des Landes im neuzeitlichen Europa

Am Mikrofon: Mascha Drost
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Podcast

Kulturfragen

Der Autor Navid Kermani liest am 13.03.2014 in Köln im Rahmen des internationalen Literaturfestival lit.cologne. (picture alliance/dpa/Horst Galuschka)

Flüchtlingspolitik"Wir brauchen eine neue europäische Kultur der Solidarität"

Während Europa an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erinnert, sterben an seinen Grenzen wieder Menschen. Seit vielen Jahren versuchen sie, vor allem aus den Kriegs- und Krisengebieten in Afrika das sichere Europa zu erreichen – weil in ihrer Heimat die Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben fehlen oder ihr Leben und das ihrer Familien bedroht ist. Der Journalist und Buchautor Navid Kermani verfolgt diese Entwicklung seit vielen Jahren.

Die Goldene Palme bei der Eröffnugnszeremonie in Cannes. (imago/PicturePerfect International)

Filmfestival CannesZwei Kurzfilmer aus Deutschland

Beim wichtigsten Filmfest der Welt sind nur zwei Kurzfilme aus Deutschland gelaufen - "Alles wird gut" und "Abwesend". Die beiden jungen Regisseure Patrick Vollrath und Eliza Petkova sprechen über ihre Werke in den Kulturfragen.

Der Philosoph Odo Marquard (picture alliance / dpa / Frank May)

Odo Marquard gestorben Der Philosoph der klaren Worte

"Philosophie muss von der Art sein, dass zumindest der Autor sie versteht", hatte Odo Marquard noch kurz vor seinem 80. Geburtstag gesagt. Nun ist der Philosoph 87-jährig gestorben. Als Erinnerung an Marquard wiederholen die Kulturfragen ein Interview aus dem Jahr 2001.

Das Kulturgespräch

Mikrofone stehen auf einem Tisch. (picture alliance / dpa / Marc Müller)

RundfunkMedien und Regulierung in konvergenten Zeiten

Seit Jahrzehnten funktioniert Medienregulierung in Deutschland so: Ein Rundfunkunternehmen will einen neuen Sender gründen, stellt einen Antrag auf Zulassung bei der zuständigen Landesmedienanstalt, bekommt eine Zusage oder eine Ablehnung.

Martin Heidegger (imago/United Archives International)

DebatteWas bleibt von Heideggers Philosophie?

Umstritten sind nach dem Erscheinen der Schwarzen Hefte, wie mit der Philosophie Heideggers, mit philosophisch begründetem Nationalsozialismus und Antisemitismus, wie mit dem Erbe des berühmten deutschen Philosophen umgegangen werden soll. Die Universität Freiburg, die den Autor von Sein und Zeit und seine Vorlesungen berühmt gemacht hat, diskutiert, den ehemaligen Lehrstuhl umzuwidmen.

Kultur

Die Berlinische Galerie - Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. (dpa / Tim Brakemeier)

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Ein Mann mit blondem Zopf steht Tuba spielend auf einer grün beleuchteten Bühne. (dpa/picture alliance/Julian Stratenschulte)

Tubist Andreas Martin Hofmeir"Tuba war das Letzte, was ich lernen wollte"

Mit der Band "La Brass Banda" feierte Andreas Martin Hofmeir riesige Erfolge. Zuvor war er bereits einer der erfolgreichsten klassischen Tubisten. Außerdem macht er erfolgreich Kabarett. Im Corsogespräch erzählt er von seinem ungewöhnlichen Werdegang - und warum er eigentlich nie Tuba spielen wollte.

Klaus Zehelein, Porträt, Mann mit grauem Haar, Brille und schwarzem Pullover, lächelnd. (dpa/picture alliance/Carsten Rehder)

Deutscher Bühnenverein"Das Theater braucht einen emanzipierten Zuschauer"

Nach zwölf Jahren gibt Klaus Zehelein morgen sein Amt als Präsident des Deutschen Bühnenvereins ab. Im DLF wagt er einen Blick zurück und voraus: Hat das Theater in politischen und gesellschaftlichen Debatten an Relevanz verloren? Welche Auswirkungen könnte TTIP auf die Kulturlandschaft haben?

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