Dienstag, 16.01.2018
10.01.2005

Geologie Potsdamer Forscher entwickeln ein Tsunami-Frühwarnsystem für den Indischen Ozean.

Das System soll in spätestens drei Jahren vor neuen Tsunamis warnen und wird im Geoforschungszentrum Potsdam entwickelt. Messstationen im Indischen Ozean sollen Seebeben und Riesenwellen erkennen und ihre Daten per Satellit den Alarmzentralen übermitteln. Von dort aus könnten Warnungen ausgegeben werden. Die Potsdamer Forscher gehen davon aus, dass alle diese Schritte in Echtzeit, also ohne Zeitverzögerung, ablaufen könnten. Tsunamis breiten sich mit bis zu 1000 Kilometern pro Stunde aus. Je früher Alarm gegeben wird, desto mehr Zeit bleibt den Menschen zu Flucht.

Quelle: sey

Psychologie Bei Spielsucht fehlt dem Gehirn die Belohnung.

Menschen werden spielsüchtig, wenn das Belohnungssystem in ihrem Gehirn nicht ausreichend aktiviert werden kann. Das berichten Hamburger Forscher im Fachjournal "Nature Neuroscience". Die Wissenschaftler hatten die Gehirne von Spielsüchtigen und Gesunden mit Hilfe der Magnetresonanztomographie untersucht, während die Teilnehmer in ein Glücksspiel vertieft waren. Sie entdeckten im Bereich des Belohnungssystems bei den spielsüchtigen Patienten eine wesentlich geringere Hirnaktivität als bei den gesunden Test-Teilnehmern.

Quelle: sey

Biologie Ratten können verschiedene Sprachen unterscheiden.

Das entdeckten spanische Forscher der Universität von Barcelona. Im Tierversuch nutzten die Ratten den Rhythmus und die Sprachmelodie, um Japanisch von Holländisch zu unterscheiden. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass nur Menschen und Tamarinaffen verschiedene Sprache erkennen können. Die Studie der spanischen Forscher ist der erste Beweis dass auch Nicht-Primaten diese Eigenschaft besitzen. Die Forscher beschreiben ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Journal of Experimental Psychology".

Quelle: sey

Biologie Im Salz gibt es Leben.

In extrem salzigen Ablagerungen am Grund des Mittelmeers hat ein europäisches Forscherteam Mikroorganismen entdeckt. Wie die Forscher im Fachblatt "Science" berichten, fanden sie Erbgut von 50 bisher unbekannten Bakterien und 20 einfachen Archaea-Mikroorganismen. Bisher waren Wissenschaftler davon überzeugt, dass eine so hohe Salzkonzentration jeder lebenden Zelle das Wasser entziehen müsste. Wie die neu entdeckten Mikroorganismen sich vor dem Wasserverlust schützen, wissen die Forscher noch nicht. Sie gehen aber davon aus, dass ihre Entdeckung auch für andere Planeten von Bedeutung sein könnte. Denn diese extrem salzigen Ablagerungen gibt es nicht nur auf der Erde. Daher vermuten die Forscher, dass es auch auf anderen Himmelskörpern Leben geben könnte.

Quelle: sey

Biologie Das Genom einer potentiellen B-Waffe ist entschlüsselt.

Das Bakterium //Francisella tularensis// verursacht beim Menschen die hochansteckende Tularämie. Schon zehn Bakterien reichen aus, um einen Menschen zu infizieren. Ohne Behandlung endet die Krankheit bei einem Drittel aller Patienten tödlich. Damit stellt das Bakterium eine besonders wirkungsvolle biologische Waffe dar. Die gesamte Genomsequenz von //Francisella tularensis// haben jetzt schwedische, britische und US-Forscher entschlüsselt und in der Fachzeitschrift "Nature Genetics" beschrieben. Sie hoffen, dass durch ihre Ergebnisse das Bakterium in Zukunft gezielter bekämpft werden kann. Bisher gibt es keinen Impfstoff gegen die Tularämie.

Quelle: sey

07.01.2005

Biologie Käfer & Co. setzen auf gesunde Ernährung.

Australische Wissenschaftler der Universität in Sydney haben den Speiseplan fleischfressender Insekten unter die Lupe genommen - und herausgefunden, dass die Tiere instinktiv auf eine ausgewogene Ernährung achten. Wie die Forscher in der Zeitschrift Science berichten, fütterten sie mehrere Tage lang Käfer und Spinnen mit einseitiger Kost. Käfer mit Eiweißmangel bevorzugten anschließend auf ihren Beutetouren fettreiche Nahrung; fettig gefütterte Käfer machten sich dagegen über eiweißreiche Opfer her. Bei Spinnen sieht die Strategie anders aus. Denn die müssen das verdauen, was ihnen ins Netz geht. Die Wolfsspinne reguliert deshalb ihr Nährstoffgleichgewicht über die Nahrungsmenge; und Webspinnen entziehen ihrer Beute genau die Nährstoffe, die ihr fehlen.

Quelle: kar

Informatik Ein Softwarefehler bei Toll Collect legt Speditionen lahm.

Der Fehler ist in der Abrechnungssoftware aufgetaucht und betrifft die Systeme an Bord der Lastwagen. Durch den Fehler wird das einbezahlte Mautguthaben der Spediteure bei Toll Collect auf Null gesetzt, so dass keine weiteren Buchungen möglich sind. Zuerst waren nur die Fahrzeuge einer Spedition südlich von Bremen betroffen, inzwischen macht der Fehler einigen hundert LKW bundesweit zu schaffen. Softwareexperten gehen davon aus, dass eine Großzahl der Bordeinheiten zurückgerufen werden muss.

Quelle: wel

Biologie Londoner Wissenschaftler führen Forschung um die Nase herum.

Dabei haben sie festgestellt, dass der Luftstrom, den unser Riech-Organ umweht, komplexer ist als der um die Turbine eines Düsenjets. All das beschreiben die Wissenschaftler des Imperial College in der Zeitschrift Science. Die Forscher haben ein dreidimensionales Modell der Nase gebaut und mit Hilfe von Flüssigkeiten die Wege des Luftstroms nachgezeichnet. Die Wissenschaftler wollten so herausfinden, wie die Nase verschiedene Düfte verarbeitet. Ausschlaggebend sei dabei eine Luftbrise, schreiben die Forscher. Diese Brise müsse den Riechkolben an der Nasenspitze erreichen, indem wir kurz und kraftvoll tief durch die Nase einatmen. Die Geometrie der Nase zwinge die Luft dazu, diesen Kolben zu umwehen, damit wir den Geruch wahrnehmen können.

Quelle: kar

Umwelt Die Flutwelle im Indischen Ozean ist nicht nur für die Menschen eine Katastrophe, ...

... sondern auch für die Natur. Nach Einschätzung der Umweltstiftung "World Wide Fund for Nature" steht die Region schon seit Jahrzehnten unter Dauerstress durch Klimaveränderung, Schadstoffe und Raubbau. Eine intakte Umwelt aber hätte das Beben und die nachfolgende Welle besser verarbeiten und die Folgen für den Menschen mildern können, sagen die Experten. Die weisen auf die Korallenriffe und Mangrovenwälder hin; die hätten an einigen Stellen die Wucht der Welle gebremst und als Puffer gewirkt. Der Mensch habe vielerorts die Mangrovenbäume aber abgeholzt; die meisten Korallenriffe in den Küstengebieten seien außerdem schon so marode gewesen, dass die Flut ihnen den Rest gegeben habe.

Quelle: kar

Katastrophenschutz Die Vereinten Nation gehen den Tsunamis auf den Grund.

Das UN-Umweltprogramm Unep lässt jetzt die ökologischen Schäden der Katastrophe wissenschaftlich untersuchen. Die Experten interessieren sich dabei auch für das Verhalten der Wildtiere, von denen kaum welche der Flutwelle zum Opfer gefallen sind. Von Elefanten ist bekannt, dass sie Schallsignale unterhalb der menschlichen Hörschwelle wahrnehmen und ihre Artgenossen warnen. Delfine und einige Vogelarten spüren Veränderungen im Luftdruck und so auch anrollende Wassermassen. Viele Ur-Einwohner hatten die Warnsignale der Tiere richtig gedeutet und waren geflohen. Nun will auch der moderne Mensch diese Erkenntnisse für sich nutzbar machen.

Quelle: kar

06.01.2005

Biologie Fast alle Eissturmvögel in der Nordsee haben Plastikmüll in ihrem Magen.

Das berichtet das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“. Ein niederländisches Forscherteam sammelte 560 tote Vögel rund um die Nordsee und fand Plastik im Magen von 95 Prozent der Tiere. Die am stärksten belasteten Vögel fanden die Forscher entlang der großen Schifffahrtsrouten. Eissturmvögel vor der französischen und deutschen Küste hatten doppelt so viel Plastik im Bauch, wie Vögel, die auf den schottischen Orkney-Inseln gestrandet waren. Unklar ist, ob das Plastik den Tod der Vögel verursacht hat.

Quelle: sey

Medizintechnik Ein Magnet sucht potente Spermien...

...und filtert Spermien mit einem DNA-Schaden aus, der Unfruchtbarkeit auslöst. Forscher der Universität von Newcastle in Australien haben diese Maschine entwickelt. Wie das Fachmagazin „New Scientist“ berichtet, nutzt die Maschine die Ladung der Spermien: Die Spermien mit den geringsten DNA-Schäden sind am stärksten negativ geladen. Durch diesen Ladungsunterschied kann der Magnet die zeugungsfähigen Spermien von den geschädigten trennen. Wie es zu den unterschiedlichen Ladungen der Spermien kommt, wissen die australischen Forscher noch nicht.

Quelle: sey

Medizin Berliner Forscher entschlüsseln den Hörprozeß.

Zwei Wissenschaftler der Humboldt-Universität haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich der Hörprozess im Ohr auf Millionstel Sekunden genau beobachten lässt, ohne dass das Ohr dafür verletzt werden muss. Sie spielten Heuschrecken kurze Klick-Geräusche vor und maßen gleichzeitig die elektrische Aktivität in den Hörsinneszellen. Dabei entdeckten die Forscher, dass die Umwandlung von Schall in Nervensignale in vier Schritten vor sich geht, die jeweils nicht länger als eine tausendstel Sekunde dauern. Ähnlich schnell entsorge die Nervenzelle alte Signale, indem sie elektrisch geladene Teilchen mit hoher Geschwindigkeit aus ihrem Inneren herauslasse, so die Forscher. Damit verdrängten die Zellen Erinnerungen an frühere Geräusche, um frei für neue Informationen zu sein.

Quelle: sey

Neurologie Pfiffe aktivieren das Sprachzentrum.

Schäfer auf den kanarischen Inseln nutzen Pfeiflaute, um sich über weite Distanzen ohne Rufe verständigen zu können. Diese Pfiffe werden im Gehirn der Schäfer wie eine normale Sprache verarbeitet. Das berichten spanische und US-amerikanische Forscher im Fachmagazin „Nature“. Sie hatten die Gehirne der Schäfer mit der Magnetresonanztomographie beobachtet, während diese ihre Pfeifsprache hörten. Dabei wurden die gleichen Gehirnareale aktiv, wie beim Hören der spanischen Muttersprache. Die Forscher untersuchten außerdem eine Kontrollgruppe, die ebenfalls Spanisch sprach, aber die Pfeifsprache der Schäfer nicht beherrschte. Bei ihnen reagierte das Sprachzentrum nicht auf die Pfeiflaute. Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigen diese Ergebnisse, wie vielseitig das menschliche Gehirn bei der Spracherkennung ist.

Quelle: sey

Medizin Sexuelle Lust lässt sich messen.

Davon sind israelische Forscher überzeugt. Sie haben eine Methode entwickelt, mit der sie das sexuelle Verlangen anhand von Gehirnströmen messen. Das berichtet die israelische Nachrichtenagentur „Itim“. Nach Angaben der Forscher ermöglicht die Methode zum ersten Mal eine objektive Messung des sexuellen Verlangens. In Zukunft könnte so besser eingeschätzt werden, wie schwer eine sexuelle Störung sei. Bislang konnte das sexuelle Verlangen nur durch Interviews mit den Patienten ermittelt werden.

Quelle: sey

Astronomie Ein Nasa-Satellit hat den stärksten Gasausbruch im Universum beobachtet.

Das Gas stammt aus einem supermassiven Schwarzen Loch in einem mehrere hundert Millionen Lichtjahre entfernten Galaxienhaufen. Dieses Loch hat die Masse von etwa 300 Millionen Sonnen verschluckt. Das berichten Forscher der Ohio Universität im Fachmagazin „Nature“. Durch den Gasausbruch entstanden zwei Hohlräume in dem Galaxienhaufen, die jeweils etwa 650 000 Lichtjahre groß sind. Damit sind sie doppelt so groß wie die Milchstraße.

Quelle: sey

05.01.2005

Medizin Ein Urintest könnte Schwangere vor krankhaftem Bluthochdruck warnen.

Schon zwei Monate bevor sich der Blutdruck erhöht, sinken die Werte eines bestimmten Proteins im Urin ab. Das berichten US-Forscher im Fachmagazin "Journal of the American Medical Association". Damit könnte die Krankheit mit einem Urintest frühzeitig erkannt werden. An krankhaft erhöhtem Bluthochdruck - der so genannten Gestose - leiden fünf bis acht Prozent aller Schwangeren in Deutschland. Im Verlauf dieser Krankheit kann es zu Krampfanfällen und Frühgeburten kommen. Weltweit ist die Gestose deshalb eine der größten Gefahren für das Leben von Mutter und Kind.

Quelle: sey

Chemie Italienische Forscher machen Plastiktüten aus Tomatenschalen.

Die Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um aus Tomaten-Schalen Polysacharide zu gewinnen, diese zu reinigen und anschließend in ökologisch abbaubare Plastiktüten zu verwandeln. Das berichten italienische Medien. Firmen hätten bereits Interesse an den Tomaten-Tüten gezeigt, hieß es. In Italien werden jährlich 6,5 Millionen Tonnen Tomaten geerntet. Die meisten werden zu geschälten Dosentomaten oder Pasta-Soßen verarbeitet. Tomatenschalen galten bislang als Abfall.

Quelle: sey

Raumfahrt Spirit feierte seinen ersten Jahrestag auf dem Mars.

Ein volles Erdenjahr hat der Mars-Roboter "Spirit" unbeschadet überstanden - seit seiner Landung Anfang Januar 2004. Nach Angaben der US-amerikanischen Weltraubehörde NASA ist Spirit in ebenso guter Verfassung wie sein Zwillingsroboter "Opportunity". Die beiden Rover würden weiter die Mars-Oberfläche erkunden - so ein NASA-Sprecher. Auf ein Ende der Dienstfahrt legte er sich nicht fest.

Quelle: rk

Klimaforschung Je wärmer es wird, desto grüner wird die Arktis.

Besonders Sträucher und Büsche haben sich durch die steigenden Temperaturen in den letzten 30 Jahren in der Arktis ausgebreitet. Wie das Fachmagazin "BioScience" berichtet, haben US-Forscher einen positiven Feedback-Mechanismus entdeckt, der die Ausbreitung der Büsche und Sträucher noch zusätzlich verstärkt: Um die Sträucher herum wird mehr Schnee angeweht als auf den strauchlosen Flächen. Durch die dickere Schneedecke kühlt sich der Boden weniger stark ab, und die Mikroorganismen im Boden bleiben im Winter aktiv und stellen Nährstoffe bereit. Die gute Nährstoffsituation wiederum fördert das Wachstum der Sträucher.

Quelle: sey

Landwirtschaft Kulturelle Unterschiede entscheiden über die angebaute Maissorte

Zwei benachbarte Indianervölker in Mexiko nutzen unterschiedliche Maissorten, obwohl die eine Maissorte wesentlich höhere Erträge abwirft als die andere. Das konnten Forscher aus San Cristobal anhand von Befragungen der Bevölkerung und Wachstumsexperimenten mit den beiden Maissorten belegen. Wie die Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Academy of Sciences" berichtet, schließen die Forscher aus ihren Ergebnissen, dass die große genetische Vielfalt mexikanischer Maissorten auf kulturelle Vorlieben zurückzuführen ist und nicht auf nüchterne landwirtschaftliche Überlegungen.

Quelle: sey

Medizin Depressionen verdoppeln das Herzinfarktrisiko.

Das entdeckten deutsche und niederländische Forscher bei der Analyse von über 40 Studien, in denen Zusammenhänge zwischen Depressionen und Herzerkrankungen untersucht worden waren. Im Fachmagazin "Psychosomatic Medicine" berichten die Forscher, dass depressive Herzinfarktpatienten ein doppelt so hohes Risiko haben, innerhalb von zwei Jahren nach dem ersten Herzinfarkt zu sterben, wie Patienten, die nicht depressiv sind.

Quelle: sey

Medizin  Passivrauchen stört beim Denken.

Schon geringe Konzentrationen von Tabakrauch vermindern die Lese- und Rechenfähigkeit von Kindern. Das haben Mediziner aus Cincinnati bei der Untersuchung von über 4000 Kindern festgestellt. Bei standardisierten Lese- und Rechentests schnitten Kinder, die regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt waren, deutlich schlechter ab, als Kinder die ohne Tabak aufwuchsen. Die Forscher beschreiben ihre Ergebnisse im Fachblatt "Environmental Health Perspectives". Um die Rauchbelastung der Kinder festzustellen, maßen die Forscher den Cotinin-Spiegel im Blut. Cotinin ist ein Abbauprodukt von Nikotin.

Quelle: sey

Elektronik Ein Abstandswarner passt auf einen Chip

Forscher aus Bochum und München haben ein Abstandsradarsystem für Autos entwickelt, dass auf einen winzigen Silizium-Chip passt. Diese Entwicklung senke die Kosten und den Platzbedarf des Abstandshalters um ein Vielfaches, so die Forscher. Die herkömmlichen Abstandsradarsysteme basieren auf so genannten Verbindungshalbleitern und sind sehr teuer. Die günstige Siliziumtechnologie galt bisher als ungeeignet.

Quelle: sey

04.01.2005

Technik Europas stärkster Kernspintomograph ist einsatzbereit.

Der Tomograph am Magdeburger Leibniz-Institut für Neurobiologie erzeuge magnetische Feldstärken von sieben Tesla - also das rund 140 000fache des Magnetfeldes der Erde, teilte das Institut heute mit. Bislang sei das Gerät nur an Tieren und Simulationsobjekten ausprobiert worden. Untersuchungen am Menschen sollen am 20. Januar beginnen. Kernstück der Anlage ist ein vier Meter langer Ganzkörper-Magnet, der 32 Tonnen wiegt. Die Forscher hoffen, mit dem Tomographen auch sehr schwache Signale des Gehirns registrieren zu können und so genauere Einblicke in die Anatomie und Funktion des Gehirns zu gewinnen. 7-Tesla-Kernspintomographen werden bislang nur in den USA genutzt. Gängig sind Geräte mit 1,5 bis drei Tesla.

Quelle: mawi

Biologie Geckos haben immer saubere Füße.

Die klebrigen Füße von Geckos putzen sich selbst, haben US-Forscher vom Lewis and Clark College in Portland in Experimenten beobachtet. Geckos können auf beinahe jeder Oberfläche laufen. Das liegt an Millionen mikroskopisch feiner Härchen an den Zehen der Tiere. Molekulare Bindungskräfte sorgen für den guten Halt. Das Geheimnis der selbstreinigenden Füße: Schmutz haftet weniger stark an den Härchen als an der jeweiligen Oberfläche, auf der der Gecko läuft. Nach wenigen Schritten habe das Tier den Schmutz abgeschüttelt, schrieben die Forscher im Fachblatt PNAS. Sie glauben, dass es möglich ist, das Phänomen auszunutzen, um selbstreinigende Klebstoffe zu entwickeln.

Quelle: mawi

Medizin Mineralien in der Limonade schonen die Zähne.

Zahnschmelz wird durch den Genuss von säurehaltigen Limonaden weich und brüchig. In einem Labor-Versuch konnten Forscher der Universitäten Bristol und Jena zeigen, dass sich durch den Zusatz von Calcium und Phosphaten in der Limonade die Wirkung der Säure etwas entschärfen lässt. Die Zähne würden nicht so stark angegriffen, berichten die Wissenschaftler in einer britischen Fachzeitschrift für Zahnheilkunde. Sie schlagen vor, säurehaltigen Limonaden künftig diese Mineralien zuzusetzen. Der Konsum mineralhaltiger Limonade führe allerdings nicht zu einem Wiederaufbau von verlorenem Zahnschmelz, betonen die Forscher.

Quelle: mawi

Umwelt Die Flutwelle wird in den USA ein politisches Nachspiel haben.

Der US-amerikanische Kongress wird prüfen, ob die Behörde für Meeres- und Atmosphärenforschung NOAA versagt hat. Kritiker werfen ihr vor, vom Tsunami betroffene Länder nicht rechzeitig gewarnt zu haben. Eine Station der Behörde auf Hawaii hatte das schwere Seebeben früh registriert, Warnmeldungen aber zunächst nur an die 26 Staaten versandt, die dem Tsunami-Frühwarnsystem im Pazifik angehören. Die Tsunami-Forscher auf Hawaii verteidigen sich damit, sie hätten nicht über die nötigen Kontakte und Telefonnummern verfügt, um alle betroffenen Staaten zu informieren. Es habe aber Versuche gegeben, die dortigen Behörden zu warnen.

Quelle: mawi

Astronomie Magnetfelder verformen die Nebel im All.

Astronomen aus Heidelberg, Tübingen und Erlangen haben nach eigenen Angaben erstmals Magnetfelder in den Zentralsternen von planetarischen Nebeln nachgewiesen. Planetarische Nebel sind Gashüllen, die sich ausdehnen. Sie werden von sonnenähnlichen Sternen gegen Ende ihres Lebens erzeugt. Die Nebel sind in der Regel nicht kugelförmig. Nach Ansicht der Forscher sind es die von ihnen entdeckten Magnetfelder, die die Gasnebel verzerren: zu bizarren Formen, die häufig einem Schmetterling ähneln.

Quelle: mawi

Biologie Auch Riesenadler haben klein angefangen.

Bis vor 500 Jahren lebten auf Neuseeland Riesenadler, die bis zu 14 Kilogramm wogen und es auf eine Spannweite von drei Metern brachten. Aus fossilen Knochen der Adler haben britische Forscher der Universität Oxford jetzt Erbinformation isoliert und so die Herkunft der Adler bestimmt. Das Ergebnis: der engste Verwandte des neuseeländischen Riesenadlers ist der Kaninchen-Adler. Er wiegt nur etwa ein Kilogramm. Die gemeinsame Linie der beiden Adler-Arten habe sich vor etwa einer Million Jahren geteilt. Auf Neuseeland hätten die Adler keine natürlichen Feinde und reichlich Futter vorgefunden. Sie seien dann von Generation zu Generation schwerer geworden. Zu ihren Beutetieren gehörten auch Moas - 200 Kilogramm schwere Laufvögel.

Quelle: mawi

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