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StartseiteGesichter EuropasPolens Kulturkampf17.02.2018

PiS-KulturpolitikPolens Kulturkampf

"Es gibt keinen Grund, dass Gruppen, die zum Abbau polnischer Kultur, Tradition und Identität beitragen, wie bisher favorisiert werden". So beschreibt der polnische Kulturminister Piotr Glinski ein Prinzip seiner Förder- und Personalpolitik. Prompt musste der Chef des WK2-Museums in Danzig gehen, ebenso wie die Leiterin des polnischen Filminstituts.

Von Anja Schrum und Ernst-Ludwig von Aster

Der polnische Vize-Regierungschef und Kulturminister Piotr Glinski ist erst wenige Tage im Amt, will aber bereits am Polnischen Theater in Breslau ein missliebiges Stück absetzen lassen. (picture alliance / dpa)
Der polnische Kulturminister Piotr Glinski: Die Vermittlung von Patriotismus, Stolz und Glauben sind die neuen Grundpfeiler der polnischen Kulturpolitik. (picture alliance / dpa)
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"Der Plan ist perfide. Die Kunst in Polen soll linientreu, katholisch oder zumindest unkritisch werden", urteilt der Theaterregisseur Przemyslaw Wojcieszek. Er inszeniert seine gesellschaftskritischen Stücke mittlerweile in einem Musical-Theater, das der Stadt Wroclaw gehört. Denn noch stemmen sich etliche Kommunen gegen den verordneten Kulturpatriotismus. "Wenn wir nicht in der EU wären", sagt der junge Regisseur, "säße ich jetzt wahrscheinlich im Knast". 

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