Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Preisrevolution

Über den Wert von Krebsmedikamenten

Von Martina Keller

Ist jedes innovative Medikament seinen Preis auch wert? (picture alliance / dpa)
Ist jedes innovative Medikament seinen Preis auch wert? (picture alliance / dpa)

Mehrere Tausend Euro im Monat kostet das Medikament, das der krebskranke Wolfgang B. bekommt. Ob es sein Leben verlängert oder nur sein Leiden, kann allerdings niemand sagen. B. hat Nierenkrebs in fortgeschrittenem Stadium. Bis vor wenigen Jahren gab es für Patienten wie ihn kaum Behandlungsmöglichkeiten.

Doch seit 2006 sind mehr als ein halbes Dutzend neue, teure Medikamente auf den Markt gekommen. Dank dieser Mittel sei die Therapie revolutioniert worden, schwärmen manche Krebsspezialisten – dankbar, dass sie ihren verzweifelten Patienten endlich etwas verschreiben können.

Andere renommierte Krebsexperten meinen: Weit mehr als den Kranken helfen die Mittel der Pharmaindustrie. Weil nur die Kosten dieser Medikamente sicher seien, nicht aber ihr Nutzen. Die Kriterien, nach denen Fortschritte in der Krebstherapie beurteilt werden, sind in die Diskussion geraten.

"Manuskript zur Sendung:"

Preisrevolution


"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

     &nbspGemeinsam im Kampf gegen den Krebs
     &nbsp(Sprechstunde vom 03.07.12)

     &nbspTeures Mittelmaß
     &nbsp(Sprechstunde vom 21.02.12)

     &nbspNotfallversorgung oder Spitzenmedizin?
     &nbsp(Hintergrund vom 28.11.11)

     &nbspKeine Besserung, Geld zurück
     &nbsp(Agenda vom 26.11.11)

     &nbspEs ist etwas faul auf dem Pharmamarkt
     &nbsp(Kommentar vom 14.09.11)

     &nbspDas Ziel ist richtig, aber der Weg dorthin kompliziert
     &nbsp(Kommentar vom 11.11.10)

     &nbsp"Wir müssen die Kosten-Nutzen-Bewertung vorantreiben"
     &nbsp(Interview vom 10.03.10)

Links ins Netz:

      US-Institut für Krebsforschung: Homepage Tito Fojo

      Arzneimittelkomm. der Dt. Ärzteschaft: Webseite Wolf-Dieter Ludwig

      Arzneimittelkomm. der Dt. Ärzteschaft: Webseite Sebastian Fetscher

      IQWIG-Herbstsymposium 2012

      Assessment report für Afinitor (auf Englisch, als PDF)

      Tito Fojo, Christine Grady: Sinn der Krebstherapie, JNCI 29.06.09

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

Fünf Jahre nach Deepwater-Horizon-ExplosionDie langen Schatten des Öls

Ein ölverschmierter toter Vogel liegt am Strand. (imago/UPI Photo)

Es war der größte Ölunfall der Geschichte: Am 20. April 2010 explodierte die Bohrplattform Deepwater Horizon. Elf Arbeiter kamen ums Leben, 800 Millionen Liter Öl strömten in den Golf von Mexiko. Heute sind die Strände wieder weiß. Doch die Langzeitfolgen für Flora und Fauna bleiben nicht absehbar.

ZahnersatzBiss in die Zukunft

Ein künstliches Gebiss wird in einem Dentallabor in Euskirchen bearbeitet (AP)

Zahntechnik ist Hightech: Implantate, festmontierte Prothesen, selbsthaftende Füllungen, immer sind es Fremdkörper, die in den Mund eingesetzt werden, aus Metall, aus Kunststoff, aus Keramik. Doch einige Forscher arbeiten längst an einer neuen Vision: Sie wollen nicht mehr reparieren, sondern regenerieren.

Pädophilie im HirnscanAngst vor der Tat

Eine Puppe liegt in dreckiger Bekleidung an einem Straßengully. (imago / McPHOTO)

Pädophilie und Kindesmissbrauch sind spätestens seit den Skandalen in der Odenwaldschule oder in der katholischen Kirche verstärkt ein Thema für die Forschung. Wissenschaftler unterscheiden dabei zwischen Tat und Neigung, analysieren per Scan Gehirnaktivitäten - und entwickeln Präventionsansätze.