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StartseiteAus Religion und Gesellschaft"Die wohlverdiente Strafe Gottes"23.05.2018, 20:10 Uhr

Religion im Dreißigjährigen Krieg"Die wohlverdiente Strafe Gottes"

Der Dreißigjährige Krieg war ein Konfessionskrieg. Und er war mehr als das. Schon die Zeitgenossen haben das so empfunden. Ihre Religiosität hat sich durch jenes Gemetzel verändert, das vor 400 Jahren begann. Wie haben einfache Christen jene Zeit erlebt? Als Pfarrer, als Mutter, als Söldner?

Von Christian Röther

Eine historische Illustration aus dem 19. Jahrhundert zeigt den Prager Fenstersturz (imago stock&people)
Prager Fenstersturz - Historische Illustration aus dem 19. Jahrhundert (imago stock&people)
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"Plündernde Landsknechte, Hungersnot und politisches Chaos"

Am 23. Mai 1618 fliegen drei kaisertreue Katholiken – aus dem Fenster einer Burg in Böhmen. Hinausgeworfen von aufgebrachten Protestanten. Ein Ereignis, das als "Zweiter Prager Fenstersturz" in die Geschichte eingegangen ist. Denn der Sturz der drei Katholiken, die überleben, ist der Auslöser für eine europäische Kettenreaktion: für den Dreißigjährigen Krieg. Dreißig Jahre Protestanten gegen Katholiken. Ein Krieg um die wahre Konfession. Aber es kämpfen auch Deutsche gegen Schweden und Franzosen, Protestanten gegen Protestanten, Katholiken gegen Katholiken. Ein Krieg um die politische Macht in Mitteleuropa. Mindestens fünf Millionen Menschen sterben durch Waffen, Hunger und Seuchen. Die Bevölkerung deutet Leben und Sterben im Dreißigjährigen Krieg oft religiös. Das zeigen die Berichte von Zeitzeugen – wie Hans Heberle aus Neenstetten bei Ulm. Heberle ist Schuhmacher, evangelisch und knapp 21 Jahre, als der Krieg beginnt.

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