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StartseiteSternzeitMagnetfelder prägen den Kosmos28.06.2017

Riesige Magnetfeldstrukturen entdecktMagnetfelder prägen den Kosmos

Das Universum enthält Strukturen der unterschiedlichsten Größen: Planeten umkreisen ihren Zentralstern, Milliarden von Sternen formen zusammen eine Galaxie, tausende Galaxien bilden einen Galaxienhaufen. Diese wachsen durch Kollisionen zu Superhaufen zusammen, den größten bislang bekannten Strukturen im Kosmos.

Von Hermann-Michael Hahn

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Das 100-Meter-Teleskop des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie. (MPIfR)
Das 100-Meter-Teleskop des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie. (MPIfR)

Neben diesen sichtbaren Materie-Ansammlungen gibt es aber auch noch andere Gebilde, die dem Universum Struktur verleihen. Dies sind Magnetfelder, die den Kosmos – für uns weitgehend unsichtbar – durchdringen. Beispielsweise erfüllen die Ausläufer des Sonnen-Magnetfelds das gesamte Sonnensystem und bilden so einen wirksamen Schutz gegen die energiereiche kosmische Strahlung aus den Tiefen des Universums. Auch die Erde hat ein Magnetfeld.

Wir können Magnetfelder zwar nicht sehen, aber ihre Wirkung im Kosmos durchaus beobachten – vor allem im Bereich der Radiostrahlung. Wenn diese langwellige Variante der elektromagnetischen Strahlung Magnetfelder durchquert, wird sie in charakteristischer Weise verändert. Die Fachleute sprechen von einer linearen Polarisation der Strahlung, die umso stärker ausfällt, je gleichmäßiger die Magnetfeldlinien angeordnet sind.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie fanden die bislang größten Magnetfeldstrukturen im Kosmos. (MPIfR)Forscher des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie fanden die bislang größten Magnetfeldstrukturen im Kosmos. (MPIfR)

Im Umfeld von vier Galaxienhaufen haben Astronomen des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, des Bonner Argelander-Instituts für Astronomie und der Thüringischen Landessternwarte mit dieser Methode extrem ausgedehnte Magnetfelder beobachtet. Sie erstrecken sich über mehrere Millionen Lichtjahre und gehören damit zu den größten bislang bekannten zusammenhängenden Strukturen im Kosmos.

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