Europa heute / Archiv /

 

Schuldenkrise, Jobkrise, Sinnkrise: Europas Jugend ohne Perspektive

Eine Serie zur Jugendarbeitslosigkeit im Süden Europas

Ein Ende der Kürzungen im Sozialbereich fordern die Demonstranten im spanischen Barcelona.
Ein Ende der Kürzungen im Sozialbereich fordern die Demonstranten im spanischen Barcelona. (AP)

Jugendliche begehren auf – ob in New York, in Tokio, in London oder Athen: Überall gehen junge Leute auf die Straße, um ihr Recht auf einen Beruf, auf einen angemessenen Lebensstandard und demokratische Teilhabe bei der Gestaltung ihrer Zukunft einzufordern.

In Europa sind die Jugendproteste noch durch die Auswirkungen der Schulden- und Finanzkrise befeuert worden.

Besonders dramatisch ist die Situation im Süden Europas – die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Spanien und Griechenland bei rund 50 Prozent. Dabei sind die jungen Berufsanwärter so gut ausgebildet wie nie zuvor, sie haben oft im Ausland studiert, sprechen mehrere Sprachen, sind motiviert und leistungsbereit. Doch wenn es an feste Arbeitsverhältnisse geht, bleibt ihnen der Weg in eine gesicherte Existenz versperrt.

An politischen Beteuerungen im Zeichen der Finanzkrise und des Reformdrucks hat es nicht gefehlt – doch unter der Last des Spardiktats scheinen die zunehmend prekären Lebensverhältnisse für junge Leute auf der politischen Agenda noch weiter nach unten gerutscht zu sein. Wie sehen die Lebensbedingungen von jungen Leuten heute aus? Wie sehen sie ihre Zukunft? Und was wird getan, um ihre Lage zu verbessern?

"Europa heute" fragt in fünf Ländern im Süden Europas nach.

Sendetermine:

Montag, 14.05.2012:
Spanien (Hans-Günter Kellner):"Hilfe zur Selbsthilfe - die Kooperative "Sinérgias"

Dienstag, 15.05.2012:
Frankreich (Bettina Kaps): Hoffen auf "Präsident der Jugend"

Mittwoch, 16.05.2012:
Griechenland (Rodothea Seralidou): Geprägt von Zukunftsangst – Lebensplanung in der Krise

Freitag, 18.05.2012:
Italien (Kirstin Hausen): Geschlossene Gesellschaft – Der italienische Arbeitsmarkt

Montag, 21.05.2012:
Portugal (Tilo Wagner): "Bewegung der Arbeitslosen" kämpft für mehr Rechte auf dem Arbeitsmarkt

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Europa heute

MaltaEuropas letzte Kolonie

Malta: Blick auf die Hauptstadt Valletta mit der St. Paul's Kathedrale (Aufnahme vom 27.3.2004).

Malta ist in vielerlei Hinsicht ein Kuriosum: der kleinste Staat der Europäischen Union, das katholischste Land Europas, das einzige Land, in dem eine eigenständige arabisch-semitische Sprache gesprochen wird. 50 Jahre nach der Unabhängigkeit ist Malta aber vor allem ein Land im Umbruch.

Schottland-ReferendumEuroparechtliches Neuland

Die Fahnen Schottlands, Englands, des Vereinigten Königreichs und der EU an einem Gebäude in Edinburg.

Für Schottland ist es ein historischer Tag - egal wie das Ergebnis ausfallen wird. Die Europäische Union verfolgt das Unabhängigkeitsreferendum in Schottland ebenfalls besonders aufmerksam. Eine Abspaltung der britischen Region hätte deutliche europarechtliche Folgen.

Schottland"Schlussendlich entscheidet das Herz"

Die Schotten haben monatelang über ihre Unabhängigkeit diskutiert. Und doch sind sich kurz vor der Abstimmung viele noch nicht sicher, wofür sie stimmen werden. Auch Anhänger der Separatisten fürchten um eine ungewisse Zukunft.