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StartseiteSternzeitRaum und Zeit für mehr als 100 Jahre13.03.2019

140. Geburtstag von Albert EinsteinRaum und Zeit für mehr als 100 Jahre

Morgen vor 140 Jahren kam in Ulm Albert Einstein zur Welt. Nach seiner Allgemeinen Relativitätstheorie sind Raum und Zeit nicht mehr fest und ewig gleich – vielmehr verändern sie sich durch den Einfluss der Gravitation.

Von Dirk Lorenzen

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Der Galaxienhaufen Abell 2218 ist eine riesige Gravitationslinse (NASA/ESA)
Die Schwerkraft eines riesigen Galaxienhaufens verbiegt und verstärkt die Bilder weit dahinter liegender Galaxien (gebogene Striche) (NASA/ESA)

Viele relativistische Phänomene lassen sich im Weltall tatsächlich beobachten. Am berühmtesten ist wohl die Ablenkung von Sternlicht, das sehr nah an der massereichen Sonne vorbei läuft.

Dieser Effekt wurde 1919 bei einer totalen Sonnenfinsternis nachgewiesen. Die Sonne stand dabei im Stier, ein kleines Stück nördlich von Aldebaran und den Hyaden. Heute Abend steht der zunehmende Halbmond nahe der Finsternisstelle von damals.

Erst vor vier Jahren gelang der Nachweis der von der Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen. Diese winzigen Erschütterungen in Raum und Zeit entstehen, wenn Materie beschleunigt wird, etwa beim Verschmelzen Schwarzer Löcher.

Der Mond steht heute Abend nahe der Stelle, an der es am 29. Mai 1919 zur legendären Sonnenfinsternis gekommen ist, bei der die Lichtablenkung an der Sonne beobachtet wurde  (Stellarium)Der Mond steht heute Abend nahe der Stelle, an der es am 29. Mai 1919 zur Sonnenfinsternis gekommen ist, bei der die Lichtablenkung an der Sonne beobachtet wurde (Stellarium)

Albert Einstein hat 1922 den Physiknobelpreis bekommen – aber nicht für die Relativitätstheorie, sondern für den photoelektrischen Effekt.

Aufgrund der zunehmenden Judenfeindlichkeit kehrte er 1932 von einer Reise in die Vereinigten Staaten nicht nach Deutschland zurück. 1955 ist er in Princeton im Alter von 76 Jahren gestorben.

Albert Einstein hatte seine größte Schaffenskraft, als er noch nicht einmal 40 Jahre alt war – was sehr typisch ist für theoretische Physiker. Nach dem Geniestreich der Relativitätstheorie ist ihm nicht mehr viel gelungen.

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