Dienstag, 06. Dezember 2022

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50 Jahre Essener Songtage
"Chaotisch, laut, wild - aber völlig friedfertig"

Im September 1968 kamen rund 40.00 Besucher zu den Essener Songtagen, dem bis dahin größten Festival in Europa. Die Presse beklagte einen Exzess mit Lärm, Sex und Drogen. "Die Bürger konnten wenig mit den wild wirkenden Musiker anfangen", so Mitorganisator Detlev Mahnert im Dlf.

Detlev Mahnert im Corsogespräch mit Sören Brinkmann | 26.09.2018

    Das Plakat zu den Essener Songtagen von 1968.
    Plakat zu den Essener Songtagen von 1968 (Haus der Essener Geschichte /Stadtarchiv)
    "Meiner Meinung nach war es ein chaotisches, lautes, wildes, aber völlig friedfertiges Fest." So blickt Detelev Mahnert heute zurück auf die Essener Songtage.
    Mahnert war damals an der Organisation des Festivals beteiligt - und er hat ein Buch darüber geschrieben: "Zappa, Zoff und Zwischentöne". Es ist vor zehn Jahren, zum 40. Jubiläum der Songtage erschienen.
    Vom 25. bis zum 29. September 1968 kamen rund 40.00 Besucher zum bis dahin größten Festival in Europa. An unterschiedlichen Orten in der Stadt gab es Musik-, aber auch Kabarett- und Diskussionsveranstaltungen. Deutsche Liedermacher standen ebenso auf der Bühne wie internationale Künstler.
    Wir haben noch länger mit Detlev Mahnert gesprochen - hören Sie hier die Langfassung des Corsogesprächs
    Heute ist das Festival fast in Vergessenheit geraten, was aus Mahnerts Sicht auch an der Berichterstattung lag: "Es gab einen großen Zoff durch einen durch kaum etwas belegten Bericht einer Tageszeitung, die das ganze Festival in Grund und Boden verrissen hat mit der Überschrift: 'Sauerei in einem Schweinestall'".
    Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.