
Man sei gerade in der Findungsphase des neuen Wehrdienstmodells, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses im Deutschlandfunk. Seit Jahresbeginn seien etwa 70.000 Fragebögen verschickt worden, die ersten Rückläufer träfen ein. Lugk merkte an, es gebe noch keine belastbare Datenlage, die darauf hindeute, dass man einen Pflichtdienst einführen müsse. Der aktuelle Jahresbericht des Wehrbeauftragten erfasse das gesamte Jahr 2025 - die gesetzlichen Regelungen für den neuen Wehrdienst seien aber erst im Laufe des Jahres in Kraft gesetzt worden. Daher lassen sich nach Ansicht der SPD-Politikerin aus dem Bericht noch keine Rückschlüsse für mögliche Anpassungen ziehen. Erst wenn die erforderlichen Rekrutenzahlen längerfristig nicht erreicht würden, könne eine Wehrpflicht anstehen. Lugk fügte hinzu, die Abbrecherquote unter Rekruten liege im Übrigen nicht höher als unter Auszubildenden in Deutschland.
In seinem Jahresbericht hatte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Otte, darauf hingewiesen, dass rund ein Fünftel der Rekruten die Ausbildung bei der Bundeswehr abbrechen. Der CDU-Politiker stellte daraufhin das freiwillige Modell infrage und stellte eine mögliche Wehrpflicht wieder zur Diskussion.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



