Zweifel an Preisbildung
ADAC kritisiert steigende Kraftstoffpreise trotz geschlossener Handelsplätze

Der ADAC zweifelt an der Preisbildung an den Tankstellen. Die Kraftstoffe seien jeden Tag in Folge teurer geworden, teilte der Automobilclub mit. Zugleich verweist er auf am Wochenende geschlossene Handelsplätze.

    Eine Frau tankt ihr Fahrzeug an einer Tankstelle. Die Ölpreise steigen wegen des Irankriegs deutlich.
    Tanken ist im Zuge des Irankriegs deutlich teurer geworden. (dpa | Marcus Brandt (Symbolbild))
    Die Preisanhebung von Mittwoch auf Donnerstag habe sich noch teilweise nachvollziehen lassen, denn am selben Tag sei auch der Rohölpreis um zehn Prozent gestiegen. An diesem Wochenende jedoch habe es eine entsprechende Entwicklung nicht geben können, da die Handelsplätze geschlossen gewesen seien. Der ADAC vermutet, dass die Mineralölkonzerne die Preiserhöhungen an den Tankstellen derzeit als eine Art Risikozuschlag kalkulieren.

    Rekordpreise für Diesel

    Der Dieselpreis erreichte nach dem Start der neuen Preisregelung für Tankstellen laut ADAC an jedem Tag ein neues Allzeithoch. Am Karsamstag kostete ein Liter Diesel an deutschen Tankstellen im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,425 Euro und damit 3,4 Cent mehr als am Karfreitag, wie der ADAC am Sonntag mitteilte. Das frühere Allzeithoch vom März 2022 werde damit inzwischen um zehn Cent übertroffen. Der Preis für Super E10 stieg zudem am Samstag mit 2,184 Euro pro Liter auf "den höchsten Stand des Jahres", wie der Automobilclub weiter mitteilte. Zum E10-Allzeithoch vom 14. März fehlten nur noch knapp zwei Cent.

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    Diese Nachricht wurde am 05.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.