
So verfügten die meisten Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser nicht über ausreichend klimatisierte Räume,
sagte Reinhardt im Deutschlandfunk
. Das müsse bei Neuplanungen und Sanierungen viel stärker berücksichtigt werden. Auch die Kommunen sollten mehr Maßnahmen ergreifen, um Menschen vor hohen Temperaturen zu schützen, etwa durch die Verschattung öffentlicher Plätze und der Entsiegelung von Flächen.
Reinhardt erläuterte, dass unter den sogenannten Hitzetoten vor allem vorerkrankte Menschen seien. Besonders gefährdet seien ältere Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauferkrankungen. Aber auch Kleinkinder und Säuglinge gehörten zur vulnerablen Gruppe. Reinhardt rief zudem dazu auf, Menschen in Gefängnissen sowie Obdachlose besser vor der Hitze zu schützen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe erklärte, wer auf der Straße lebe, trage das höchste Risiko bei extremen Temperaturen. Ohne Zugang zu Wasser, Schatten oder kühlen Räumen seien wohnungslose Menschen der Hitze schutzlos ausgeliefert.
Rund 9.600 Tote in letzter Juni-Woche
Allein durch die Hitzewelle Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 9.600 Menschen gestorben. Vielerorts in Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen um die 40 Grad. Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11.900.
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Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
