Nationale Akademie der Wissenschaften
Auch Leopoldina spricht sich für Zuckersteuer in Deutschland aus

Die Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle, Leopoldina, hat sich für eine Besteuerung stark zucker- oder fetthaltiger Lebensmittel in Deutschland ausgesprochen.

    Gelbe Softdrinkdose auf hellblauen Hintergrund. Um die Dose herum liegen Würfelzucker und ein gelb-weißer Strohhalm.
    In Deutschland sind Softgetränke oftmals wesentlich süßer als in Ländern, die Zucker höher besteuern. (imago / imagebroker / Oleksandr Latkun)
    Solche Abgaben hätten in anderen Ländern wie Großbritannien den Konsum von Zucker und zuckergesüßten Getränken nachweislich reduziert, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme. Auch in Deutschland sei mit positiven Effekten auf die Bevölkerungsgesundheit und weniger krankheitsbedingten Versorgungskosten zu rechnen. Hintergrund der Empfehlung ist vor allem das Thema Fettleibigkeit. In Deutschland gebe es eine Adipositas-Epidemie, konstatiert die Leopoldina. Fast jedes sechste Kind im Alter von 3 bis 17 Jahren sei betroffen. Trotz bisheriger politischer Anstrengungen und Strategien gehe die Erkrankungshäufigkeit nicht zurück.
    Zuletzt hatte auch die Weltgesundheitsorganisation für eine Zuckersteuer geworben. Mehrere Bundesländer wollen zuckerhaltige Limonaden bereits seit Längerem teurer machen. Vor Weihnachten kündigte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther (CDU) eine Bundesratsinitiative für eine Zuckersteuer in diesem Jahr an. Die Bundesregierung äußerte sich skeptisch.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.