Militärbündnis
Außenminister Wadephul sieht neue deutsche Führungsrolle in der NATO

Vor einem NATO-Treffen in Schweden hat sich Außenminister Wadephul zu einer Führungsrolle Deutschlands in dem Militärbündnis bekannt. Wadephul sagte, man stelle sich seiner Verantwortung. Ziel sei eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspreche.

    Wadephul steht vor mehreren Mikrofonen und spricht. Hinter ihm ist eine Hausfassade und eine Pflanze zu sehen.
    Außenminister Wadephul (Archivbild) (dpa / Sebastian Gollnow)
    Der CDU-Politiker sagte dies mit Blick auf die angekündigte Reduzierung US-amerikanischer Truppen in Europa. Zudem will Wadephul die Diskussion über weitere Ukraine-Hilfen voranbringen. Er werde konkrete Vorschläge dazu machen, wie Kiew bei der Verteidigung der Freiheit in Europa weiter kraftvoll unterstützt werden könne. Dabei gehe es auch darum, wie die NATO im Gegenzug von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie profitieren könne.
    Wadephul bekräftigte ferner die deutsche Bereitschaft, sich bei der Sicherung der Meerenge von Hormus einzubringen. Das französische Außenministerium hingegen lehnt eine Beteiligung der NATO ab. Der Nordatlantikpakt sei für Angelegenheiten im Nahen Osten nicht das geeignete Bündnis, hieß es.
    Heute und morgen kommen die NATO-Außenminister im schwedischen Helsingborg zusammen. Sie wollen über die Unterstützung der Ukraine, die Aufrüstung und die stärkere militärische Unabhängigkeit der Europäer sprechen.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.