Spannungen zwischen USA und Iran
Auswärtiges Amt rät "dringend" von Reisen nach Israel ab

Das Auswärtige Amt rät vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran "dringend" von Reisen nach Israel ab. Das geht aus den aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen auf der Internetseite des Ministeriums hervor. Auch für die Botschaft in Tel Aviv wurden die Sicherheitshinweise verschärft.

    Detailaufnahme Auswärtiges Amt, Werderscher Markt, in Berlin
    Das Auswärtige Amt in Berlin (picture alliance/imageBROKER/Karl-Heinz Spremberg)
    Demnach sollen zunächst Kinder von Botschaftsmitarbeitern ausreisen. Eine Ausreise weiterer Angehöriger und eine Reduzierung des Botschaftspersonals ist noch nicht vorgesehen. Zuvor hatte die US-Regierung ihren Botschaftsmitarbeitern in Israel eine umgehende Ausreise nahegelegt. Großbritannien verkündete den Abzug des gesamten Botschaftspersonals aus dem Iran sowie eine Verlegung von Teilen des Personals aus Tel Aviv.
    US-Präsident Trump droht dem Iran seit Wochen mit einem Militäreinsatz und hat Teheran für ein neues Atomabkommen eine Frist bis Anfang März gesetzt. Die Gespräche unter Vermittlung des Omans blieben bislang ergebnislos. Nach Verhandlungen in Genf am Donnerstag sprachen der Iran und der Oman indes von Fortschritten.

    Atomenergiebehörde fordert Zugang zu iranischen Atomanlagen

    Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat den Iran aufgefordert, unverzüglich wieder Inspektionen in allen Nuklearanlagen zuzulassen. Demnach haben die Inspektoren der Behörde seit den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran im Juni keinen Zugang mehr zu den iranischen Anlagen. Man wisse weder, in welchem Zustand diese seien noch was genau mit den Uranbeständen geschehen sei, zitieren mehrere Nachrichtenagenturen aus dem Bericht.
    Weiter hieß es, ein Teil des hochangereicherten Urans sei in der unterirdischen Anlage von Isfahan gelagert worden. Die Anlage in Isfahan war im Juni vergangenen Jahres von US-Flugzeugen bombardiert worden. Dabei wurde Diplomaten zufolge zwar der Eingang des Tunnelsystems getroffen, die Anlage ⁠selbst sei aber weitgehend ‌unbeschädigt geblieben. US-Präsident Trump hatte nach der Bombardierung behauptet, die Atomanlagen seien "komplett zerstört" worden.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.