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Bachs "Weihnachtsoratorium"Aufstieg zum Publikumsliebling

"Jauchzet, frohlocket!": Nur wenige Werke über die Geburt Christi haben sich im Konzert wie auf Tonträgern so etabliert wie Bachs 1734 vollendetes "Weihnachtsoratorium". Vor 70 Jahren sah das noch anders aus.

Von Klaus Gehrke | 26.12.2019

Der RIAS Kammerchor auf einem schwarz-weiß-Foto in schwarzer Konzertkleidung, in der Mitte der Dirigent Herbert Froitzheim (im Frack) Aufnahme von 1949
Der RIAS Kammerchor 1949 mit seinem Dirigenten Herbert Froitzheim (1948-1954) (RKC-Archiv)
Für viele ist das "Weihnachtsoratorium" von Johann Sebastian Bach der Klassiker für die besinnliche Zeit. Vor allem die ersten drei Kantaten, die die Geburt Jesu und die Anbetung der Hirten schildern, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Zum Publikumsliebling entwickelte sich das "Weihnachtsoratorium" allerdings erst ab den 1960er Jahren. Parallel zu seinem Erfolg verschwanden andere Werke über das Weihnachtsgeschehen wie beispielsweise die "Historia über die Geburt Christi" von Heinrich Schütz aus dem musikalischen Bewusstsein.
Die "Historischen Aufnahmen" werfen diesmal einen Blick auf die weihnachtliche Festtagsmusik der frühen Nachkriegszeit.