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StartseiteCorsoMusik zwischen Unschuld und Verwüstung13.10.2018

Barbara MorgensternMusik zwischen Unschuld und Verwüstung

Barbara Morgenstern verblüfft mit ihrem eigenwilligen Stil zwischen Electropop, Techno und vielleicht sogar Chanson auch englischsprachige Medien wie den "Guardian". Ihre Musik sei komplex, gibt die Berliner Musikerin im Dlf zu - doch damit wolle sie die Hörer fordern.

Barbara Morgenstern im Corsogespräch mit Fabian Elsäßer

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Barbara Morgenstern Albumcover 2018 (M. v. Kummer)
Bezieht in ihren Texten gesellschaftskritisch Stellung: Barbara Morgenstern (M. v. Kummer)
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"Ich weiß schon, warum das nicht in die Charts kommt", sagt Barbara Morgenstern nicht ohne eine gewisse Belustigung über ihr neues Album "Unschuld und Verwüstung" (Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2018).

Das Recht auf akustische Herausforderung

Dafür sei ihre Musik einfach zu komplex. Ein Zustand, den die Künstlerin aber ausdrücklich anstrebt, da sie als Hörerin selbst gerne herausgefordert wird, wie sie im Corsogespräch erklärt.

2012 veröffentlichte sie erstmals ein rein englischsprachiges Album, um ihre Texte einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Doch bei Konzerten in Großbritannien habe sie inzwischen festgestellt, dass die musikalische Botschaft entscheidender sei. Vor allem mit der Musikszene in Glasgow verspüre sie eine tiefe Verbundenheit.

Texte mit klarer Haltung

In ihren deutschen Texten bezieht Morgenstern trotz vieler Sprachbilder auch regelmäßig politisch beziehungsweise gesellschaftskritisch Stellung, etwa im Song "Karriereleiter".

"Christiane Rösinger hat neulich bei einem Konzert gesagt: ich war mit sechs schon links. Das ist bei mir so ähnlich."

Den erstarkenden Rechtspopulismus der Gegenwart empfindet sie als Bedrohung für "die Welt, wie wir bisher kannten", so Morgenstern im Deutschlandfunk.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.


Barbara Morgenstern Albumcover 2018 (M. v. Kummer)Wohl nichts für die Charts, sagt die Musikerin über ihr neues Album (M. v. Kummer)

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