Energiepolitik
Bauministerin Hubertz will Vermieter an Kostenanstieg bei Einbau von Öl- und Gasheizungen beteiligen

Bundesbauministerin Hubertz erwägt, Vermieter an möglichen Steigerungen der Heizkosten durch den Einbau von Erdgas- oder Ölheizungen zu beteiligen. Wenn sich ein Vermieter für eine solche Variante entscheide, könnten im Laufe der Jahre die Wärmekosten erheblich steigen, sagte Hubertz der "Welt am Sonntag".

    Verena Hubertz, in einem roten Sakko, spricht am Rednerpult des Deutschen Bundestags.
    Bundesbauministerin Hubertz (SPD) (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Da Mieter auf diese Einbauentscheidung nicht einwirken könnten, halte sie diesen Schritt für richtig, so die SPD-Politikerin. Man müsse verhindern, dass Mieter am Ende die Kosten alleine trügen. "Wenn wir künftig mehr Biogas oder Bioöl brauchen - im Verkehr und im Gebäudesektor - und dieser Markt erst einmal hochlaufen muss, ist absehbar, dass die Preise steigen", betonte Hubertz. Auch bei Fernwärme drohten überhöhte Preise für Verbraucher.

    Bundesregierung will grundlegende Reform

    Ende Februar legte die Bundesregierung Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vor. Ziel ist eine grundlegende Reform des von der Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP vorangetriebenen sogenannten Heizungsgesetzes. Auch künftig soll demnach neben Wärmepumpen zum Beispiel der Einbau von Erdgas- und Erdölheizungen möglich sein, sofern ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden.
    Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.