Nach Brandanschlag
Berlin zahlt Hotelkosten für Betroffene des Stromausfalls

Berlin will den vom anhaltenden Stromausfall betroffenen Bürgern die Hotelkosten erstatten. Das teilten der Regierende Bürgermeister Wegner und Wirtschaftssenatorin Giffey mit. Die Zusage gelte für bestimmte Partnerhotels der Berliner Tourismusagentur.

    Ein Kraftstoffcontainer vom Technischen Hilfswerk THW wird auf einem Betriebshof vom THW von einem Tankwagen der Bundeswehr getankt.
    Zehntausende Menschen im Südwesten der Hauptstadt haben noch keinen Strom. (picture alliance/dpa/Christophe Gateau)
    Bisher konnten Betroffene Zimmer zu Sonderkonditionen buchen, mussten aber selbst bezahlen. Durch den Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Südwesten Berlins war bereits am Samstag in zehntausenden Haushalten der Strom ausgefallen. Die Reparaturen können sich nach Angaben der Stadt bis Donnerstag hinziehen. Laut dem Energieversorger sind noch rund 25.000 Haushalte ohne Strom.

    BDI fordert besseren Schutz der kritischen Infrastruktur

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie forderte als Reaktion auf den Anschlag einen besseren Schutz der kritischen Infrastruktur. Sicherheitsrelevante Details dürften weder öffentlich zugänglich sein noch in falsche Hände geraten, erklärte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Lösch.
    Wegner (CDU) hatte am Wochenende erklärt, dass Linksextremisten hinter dem Brandanschlag steckten. Ein Bekennerschreiben einer Vereinigung mit dem Namen "Vulkangruppe" wurde von der Polizei als glaubhaft eingestuft. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

    Kiesewetter (CDU) bringt Bezug zu Russland ins Spiel

    Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter äußerte den Verdacht, dass Russland hinter dem Anschlag stecken könnte. Der Fall bedürfe einer intensiven Analyse, sagte Kiesewetter dem Sender Welt TV. Es sei nichts auszuschließen. Auf der Plattform X teilte der CDU-Politiker ein KI-Analyse des Bekennerschreibens. Die KI Perplexity geht demnach davon aus, dass das Schreiben eine Übersetzung aus dem Russischen ist.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Stromausfall in Berlin: Wie kann kritische Infrastruktur besser geschützt werden? (Audio)
    Stromausfall in Berlin: Weiterhin Tausende Haushalte in Kälte und Dunkelheit (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.