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StartseiteBücher für junge LeserDie besten 7 im Monat August01.08.2020

BestenlisteDie besten 7 im Monat August

Ein Sommerhaus am See, ein Unglück auf einem Campingplatz, die Suche nach einem ungewöhnlichen Haustier, ein Blick in den Osten Deutschlands der 1990er Jahre, ein Mädchen, das 1916 ihren Vater im Krieg vermisst, Gedichte für Jugendliche und einen Thriller. Bunte Sommermischung für alle Alter.

Caroline Roeder im Gespräch mit Ute Wegmann

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Ein Mädchen liegt in einer Hängematte und liest  (imago images / Westend61)
Lesen und in andere Leben abtauchen (imago images / Westend61)
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Jan Philipp Reemtsma über Literatur "Es gibt keine verbindlichen Interpretationen"

Jan Philipp Reemtsma: "Was heißt: einen literarischen Text interpretieren?" Die Umkehrung der Blickrichtung

 Thomas Harding und Britta Teckentrup (Illustration)
"Sommerhaus am See – Das Bilderbuch"
Aus dem Englischen von Nicola T Stuart
Verlagshaus Jacoby & Stuart, 48 Seiten, 15 Euro                      
ab 8

"Sommerhaus am See – Das Bilderbuch" (Verlagshaus Jacoby & Stuart) (Verlagshaus Jacoby & Stuart)Am Rand von Berlin, am Groß Glienicker See, steht ein Haus. Zuerst lebt dort die jüdische Familie Alexander, dann ein NSDAP-Mitglied mit Familie, später ein Paar, das vor den Bombenangriffen aus der Stadt geflohen ist, und zum Schluss ein Stasi-Informant. In dem Haus erleben die Menschen glückliche Zeiten, aber auch Krieg mit Flugzeugangriffen und Panzern. Eines Tages wird auf dem Grundstück eine Mauer gebaut. Immer wieder ist das Haus unbewohnt. Bis eines Tages der Autor dieses Buches das Haus seiner Familie wiederfindet. Ein Haus, vier Familien und 100 Jahre deutsche Geschichte.

 Timothée de Fombelle und Isabelle Arsenault (Illustration)
"Rosalie. Als mein Vater im Krieg war"
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel und Sabine Grebing
Gerstenberg Verlag, 64 Seiten, 15 Euro                                    
ab 7

"Rosalie. Als mein Vater im Krieg war" (Gerstenberg Verlag) (Gerstenberg Verlag)Frankreich, Winter 1916. Die fünfjährige Rosalie vermisst ihren Vater, der an der Front ist. Während die Mutter in der Fabrik arbeitet, wird Rosalie in der Schule beaufsichtigt. Ab und zu kommen Briefe des Vaters, die ihre Mutter vorliest und in denen er die Zeit nach dem Krieg herbeisehnt. Aber Rosalie spürt, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie will herausfinden, was die Mutter verschweigt! Also entwickelt sie einen Plan: sich bringt sich das Lesen bei! Aber niemand darf das erfahren. Eine ausdrucksstarke und feinfühlige Geschichte über Kinder im Krieg, sensibel bebildert.

 Øyvind Torseter
"Ein Mann für alle Fälle. Thriller"
Aus dem Norwegischen von Maike Dörries
Gerstenberg Verlag, 136 Seiten, 18 Euro                                    
ab 10

Øyvind Torseter"Ein Mann für alle Fälle. Thriller" (Gerstenberg Verlag) (Gerstenberg Verlag)Torseters Hans hat eine Stelle beim Präsidenten angetreten. Er ist dort der Mann für alle Fälle. Und er hat Aufstiegschancen: Irgendwann wird er auf den Atomkoffer des Präsidenten aufpassen dürfen. Aber plötzlich taucht ein Doppelgänger auf. Hans kämpft um sie Wahrheit. Die Welt ist in Gefahr. Ein Politthriller voller Witz und Lakonie. Genial in Wort und Bild.

 Jan Philipp Reemtsma und Nikolaus Heidelbach (Illustration)
"Weg war das Ihmchen!"
Kampa Verlag, 142 Seiten, 28 Euro                                            
ab 10

"Weg war das Ihmchen!" (Kampa Verlag) (Kampa Verlag)Der zehnjährige Junge Kurtpeter ist verzweifelt: Sein Ihmchen ist weg, eine Art Porsche unter den Haustieren neben Vernutzel und Grätsche. Zusammen mit den Freunden Beinelars und Linse macht er sich auf die Suche. Sie erleben so einige Abenteuer, werden von einem Überdimensionalkrododil gefressen und wieder "ausgekackt", begegnen Gott, der bei Frau Rölling im Oberstübchen wohnt und schließlich der Ihmchenfängerin. Der Geschichte droht ein Unhappy-End mit der Höllenköchin und ihrem Sohn, dem Schlimmen Urs, der Geburtstag hat und sich sein Lieblingsessen wünscht: Ihmchen in Stinkpampe. Jetzt muss aber der Autor eingreifen. Und das tut er. Ein schräges Abenteuer, ein großes Vergnügen für Jung und Älter.

 Nils Mohl und Katharina Greve (Illustration)
"tänze der untertanen. gedichte"
mixtvision Verlag, 64 Seiten, 16 Euro                                         
ab 12

"tänze der untertanen. gedichte" (mixtvision Verlag) (mixtvision Verlag)40 Gedichte für Jugendliche und alle anderen Lyrikfans - über Garten, Vögel, Langohr-Bashing, Sex, Burnout-Enten und vieles mehr, z.Bsp.: "ich so du so/du hast mir voll den verstand geraubt/o, das bisschen? asche auf mein haupt/du so ich so/hey du raubst mir echt noch den verstand/ach ohne ist’s auch ganz interessant"

  Johannes Herwig
"Scherbenhelden"
Gerstenberg Verlag, 272 Seiten, 16 Euro                                    
ab 13

"Scherbenhelden" (Gerstenberg Verlag) (Gerstenberg Verlag)Leipzig, 1995, eine Stadt im Umbruch. Der fünfzehnjährige Nino lebt allein mit seinem Vater. Eines Tages wird er beim Stehlen erwischt, Punks helfen ihm und die Gruppe wird sein neues Zuhause. Aber täglich gibt es neue Probleme: Konflikte mit dem Vater, Gefühle für ein Mädchen mit einem Geheimnis und eine tägliche Bedrohung durch Neonazis. Zu allem kommt auch noch die große Frage, warum die Mutter die Familie verlassen hat. Ein Jugendroman am Puls der Neunziger.

  Victor Jestin
"Hitze"
Aus dem Französischen von Sina de Malafosse
Verlag Kein & Aber, 160 Seiten, 20 Euro                                     
ab 14

"Hitze" (Verlag Kein & Aber) (Verlag Kein & Aber)Sommerferien auf einem französischen Campingplatz: Der 17-jährige Léonard feiert und trinkt nicht mit den Altersgenossen. Obwohl auch er ein Mädchen küssen möchte und vielleicht mehr. Aber die, die ihn interessiert, küsste einen anderen. Als Léonard noch mal das Zelt verlässt, trifft er auf den Jungen, der sich auf einem Kinderspielplatz die Schaukelseile um den Hals gelegt hat. Léonard verhindert seinen Selbstmord nicht. Im Gegenteil: Er versteckt den Toten und denkt, er kann weiter so leben, wie bisher. Gefangen in seinen komplexen und gegensätzlichen Gefühlen, versucht Léonard seinen Weg zu sich zu finden.

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