Dienstag, 05. Juli 2022

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Blutdoping-Skandal
Reichelt von Ermittlern befragt

Der österreichische Skirennfahrer Hannes Reichelt ist von Ermittlern befragt worden. Der 38jährige bestreitet Dopingvergehen, er sieht sich als Bauernopfer. Ein österreichischer Langlauftrainer sitzt in Untersuchungshaft.

Von Taufig Khalil | 27.05.2019

Hannes Reichelt 2017 bei einem Abfahrtsrennen in Garmisch-Partenkirchen
Der österreichische ist überrascht von den Ermittlungen. (Angelika Warmuth/dpa)
Hannes Reichelt wurde am vergangenen Freitag morgens um sieben Uhr von Kriminalbeamten aus dem Bett geholt und anschließend stundenlang in Innsbruck verhört. Laut Kronen-Zeitung stehen diese Ermittlungen im Zusammenhang mit der "Operation Aderlass", bei der während der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld mehrere Athleten verhaftet und teils mit Blutschläuchen im Arm erwischt worden sind.
Zwei weitere Festnahmen
Reichelt wird aber wohl kein Blutdoping vorgeworfen. Vielmehr dürfte hier die Einnahme verbotener Medikamente im Raum stehen. Zeitgleich zu Reichelts Vernehmung wurde der österreichische Langlauftrainer Gerald H. sowie ein Servicemann festgenommen. Reichelts einzige Verbindung zum Seefelder Dopingring soll demnach der festgenommene Trainer sein, der mit dem Speedfahrer zur Schule gegangen ist und ihm 2005 Trainingspläne geschrieben hat.
Reichelt sieht sich als Bauernopfer
Reichelt bestreitet, dass ihm H. jemals angeboten habe, etwas Illegales zu machen. Reichelt sieht sich als Bauernopfer, dem es laut eigener Aussage, die "Socken ausgezogen" habe.