Debatte über Sparpläne
Bundesfamilienministerin Prien: Eltern, die Elterngeld beziehen, können sich auf aktuelle Regelung verlassen

Wer aktuell Elterngeld bezieht, soll sich laut Bundesfamilienministerin Prien auf die derzeitigen Regelungen verlassen können. Prien sieht ihre Verhandlungsposition in der Koalition durch die Diskussionen der vergangenen Tage gestärkt.

    Karin Prien spricht aufwährend einer Pressekonferenz.
    Bundesfamilienministeriun Prien (CDU) (IMAGO / pictureteam / IMAGO / Matthias Gränzdörfer)
    Die CDU-Politikerin sagte zur Debatte über eine mögliche Reform, künftige Einsparungen könne es nur geben, wenn Familien zusätzliche Steuerentlastungen erhielten und eine verlässliche Kinderbetreuung gesichert sei. Familien dürften nicht die ersten sein, die zum Sparen herangeholt würden. Nötig sei eine Paketlösung, die auch Einsparungen bei der Rente vorsehe.

    Pflichtmonate für Väter erhöhen

    Zwei konkrete Stellschrauben beim Elterngeld werden diskutiert, um die von Finanzminister Klingbeil geforderten Einsparungen zu erreichen. Erstens könnte die Einkommensobergrenze niedriger angesetzt werden. Aktuell bekommen Paare, die zusammen mehr als 175.000 Euro im Jahr versteuern müssen, kein Elterngeld. Zweitens könnten die Pflichtmonate für Väter erhöht werden.
    Denn um die vollen 14 Monate Elterngeld zu erhalten, muss bei einem Paar der Hauptverdiener – oft der Vater – nur zwei dieser 14 Monate Elterngeld nutzen. Künftig müssten Väter entweder länger zu Hause bleiben – oder Kürzungen des Elterngelds in Kauf nehmen. Das würde die Ausgaben senken.

    Weiterführende Informationen

    Elterngeldc - Kürzungspläne stoßen auf Widerspruch aus SPD und Union
    Elterngeld - aktueller Stand und letzte Änderungen
    Diese Nachricht wurde am 26.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.