Cannabis
CDU-Ministerien bezeichnen Teillegalisierung als Fehler

Zwei Jahre nach der teilweisen Freigabe von Cannabis fordern die unionsgeführten Ministerien für Gesundheit, Familie und Inneres Reformen. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichnen sie das noch von der Ampel-Regierung beschlossene Gesetz als Fehler.

    Eine grüne Cannabispflanze in einem Gewächshaus
    (Symbolbild) (picture alliance / Sipa USA / SOPA Images)
    Sie sprechen von einem "Wildwuchs" an Angeboten im Internet und von einem Boom auf dem Schwarzmarkt. Bundesfamilienministerin Prien erklärte, unter anderem habe die Polizei seit der Teillegalisierung weniger Handhabe, junge Menschen zu Präventionsprogrammen zu verpflichten.
    Anlass der Erklärung ist der zweite Zwischenbericht des Forschungsverbunds Ekocan, der damit beauftragt wurde, die Teillegalisierung wissenschaftlich zu begleiten. Darin wird die Maßnahme allerdings deutlich positiver gesehen: Es gebe Anzeichen dafür, dass der Schwarzmarkt durch legale Angebote verdrängt werde, heißt es in dem Dokument.
    Die Teillegalisierung habe auch zu keinem ausufernden Konsum geführt. Für problematisch halten die Forschenden allerdings, dass Deutschland mit dem Gesetz den größten prinzipiell legalen kommerziellen Markt für Cannabis in Europa geschaffen habe. Hier müsse gesetzlich nachgesteuert werden.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Cannabis: Zweiter Zwischenbericht zur Teil-Legalisierung (Audio)
    Bericht zur Cannabis-Legalisierung: Folgen für die Drogenprävention bei Kindern? (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.