
Gleichzeitig will die Regierung im Zuge der Haushaltskonsolidierung den aus Steuergeld gezahlten Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds in den kommenden drei Jahren jeweils um zwei Milliarden Euro senken. Der Entwurf wird nun in Bundestag und Bundesrat behandelt.
Bundesgesundheitsministerin Warken hat die Einschränkungen für die Versicherten als notwendig bezeichnet. Man habe seit Jahren über die Verhältnisse gelebt, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Um die Krankenkassenbeiträge stabil zu halten, müsse jeder seinen Anteil leisten. Dazu zählten auch die Versicherten. Würde man weiter wirtschaften wie bisher, wäre die Gesundheitsversorgung in Deutschland existentiell bedroht. Die Reform ermögliche ein Einsparvolumen wie seit Jahrzehnten nicht, erklärte Warken.
Grüne pochen auf Änderungen im parlamentarischen Verfahren
Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Blatt, kritisierte, dadurch obliege die Finanzierung der Gesundheitskosten etwa für Bürgergeldempfänger einzig und allein den Versicherten. Einwände gegen die Reform kommen auch aus den Reihen der Opposition. Der Grünen-Politiker Dahmen sagte, die Pläne würden nicht zu einer Beitragsstabilisierung führen, sondern zu einer Eskalation. Die Koalition entziehe den Kassen mehr Mittel, als sie ihnen zusätzlich verschaffe. Hier gelte es, im parlamentarischen Verfahren auf Änderungen hinzuwirken.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 29.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
