
Zugleich betonte er, es dürfe aber keine Markteingriffe geben, die zu Versorgungsengpässen führten, wie sich dies in einigen anderen Ländern abzeichne. Hintergrund ist, dass einige EU-Länder Preisobergrenzen eingeführt haben. Merz sagte, deshalb brauche man eine kluge Strategie. Das bedeute, dass Entlastungen gezielt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen müssten und nicht mit der Gießkanne ausgeschüttet werden dürften. Der CDU-Vorsitzende erklärte, er habe Bundesfinanzminister Klingbeil und Bundeswirtschaftsministerin Reiche gebeten, Maßnahmen vorzubereiten.
Diskussion über höhere Pendlerpauschale
Reiche hatte zuletzt eine vorübergehende Erhöhung der Pendlerpauschale vorgeschlagen. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese erklärte dagegen, diese Maßnahme würde die Bürger nur zeitversetzt mit der nächsten Steuererklärung entlasten und lediglich in einem sehr geringen Umfang. Deshalb seien eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen und ein Spritpreisdeckel sinnvoller. Klingbeil lud Vertreter von Wirtschaft und Gewerkschaften zu einer sogenannten Energiepreis-Konferenz ein.
Merz äußert sich auch zum Iran-Krieg
Merz kündigte an, dass die Bundesregierung wieder direkte Gespräche mit der Führung in Teheran aufnimmt. Es gehe darum, dass Deutschland einen eigenen Beitrag leiste, sagte Merz mit Blick auf die zuletzt von den USA und dem Iran vereinbarte Waffenruhe. Es öffne sich jetzt ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung, die Lage sei aber noch fragil. Die Ankündigung einer maßlosen Eskalation, die in den letzten Tagen im Raum gestanden habe, sei damit zunächst einmal abgewendet, so Merz mit Blick auf die Drohung von US-Präsident Trump, die iranische Zivilisation auszulöschen. Merz ergänzte, Deutschland wolle nach einem möglichen Friedensschluss auch dabei helfen, die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten, wenn es dafür ein Konzept gebe.
Kritik an Israels Militärschlägen im Libanon
Der Bundeskanzler sagte, man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis. Die Härte, mit der Israel im Libanon Krieg führe, könne den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen. Und das dürfe nicht geschehen.
Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





