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Bundesländer machen Druck für rasches Social-Media-Verbot zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

Mehrere Bundesländer drängen auf rasche Umsetzung eines Verbots Sozialer Medien für Minderjährige.

    Symbolfoto. Gestellte Aufnahme zum Thema Kinder nutzen Social Media. Ein Junge sitzt in einem dunklen Raum und wird von einem Smartphone beleuchtet.
    Gegner des Verbots fordern mehr Medienbildung in Schulen oder Regulierungen der Plattformen (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wüst, CDU, betonte in der Neuen Osnabrücker Zeitung, es werde höchste Zeit für eine wirksame, abgestufte Altersbeschränkung. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig, SPD, sagte der Rheinischen Post, sie verstehe nicht, warum man die eingesetzte Expertenkommission bis zum Sommer beraten lasse und erst dann aktiv werden wolle. Die Co-Vorsitzende der Expertenkommission, Schön, hatte die Politik zuletzt zur Zurückhaltung aufgerufen: Der Arbeitsauftrag sei sehr umfangreich.
    Viele Fachleute wenden sich gegen pauschale Verbote. Kinder müssten zur Nutzung entsprechender Angebote befähigt werden, meinte etwa der Deutsche Kinderschutzbund. Ablehnend äußerten sich auch das Deutsche Kinderhilfswerk und der AWO Bundesverband. Von UNICEF Deutschland hieß es, entscheidend sei, dass der digitale Raum sicher gestaltet und die Medienkompetenz aller Altersklassen gezielt gefördert werde.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.