Völkerrecht
Bundesregierung kritisiert US-Einsatz in Venezuela und Ansprüche auf Grönland

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Maduro durch amerikanische Spezialkräfte am Wochenende hat die Bundesregierung das US-Vorgehen erstmals kritisiert.

    Stefan Kornelius, Sprecher der Bundesregierung, nimmt an der Regierungs-Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz teil.
    Stefan Kornelius, Sprecher der Bundesregierung (Kay Nietfeld/dpa)
    Regierungssprecher Kornelius sagte in Berlin, die USA hätten im UNO-Sicherheitsrat nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform gewesen sei. Unmittelbar nach der Militäraktion hatte die Bundesregierung sich noch zurückhaltend geäußert und auf einen komplexen Sachverhalt verwiesen. Dies war bei der Opposition auf Kritik gestoßen.
    Regierungssprecher Kornelius wies auch die erneut geäußerten US-Ansprüche auf Grönland zurück. Man halte von solchen Drohungen wenig, sagte er. Die Grundprinzipien des Völkerrechts müssten immer gelten.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.