Sozialreform
Bundestag stimmt für neue Grundsicherung

Der Bundestag hat das Gesetz für die neue Grundsicherung gebilligt, die das bisherige Bürgergeld ablöst. Für die Vorlage votierten in namentlicher Abstimmung 321 Abgeordnete, 268 waren dagegen, zwei enthielten sich. Der Gesetzentwurf der schwarz-roten Koalition sieht verschärfte Mitwirkungspflichten und härtere Sanktionsandrohungen vor.

    Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundestag bei der Abstimmung zur Grundsicherung.
    Bundeskanzler Merz bei der Abstimmung im Bundestag (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    So sollen beispielsweise Empfängern von staatlichen Leistungen Gelder gekürzt oder gestrichen werden, wenn sie Termine beim Jobcenter verpassen. Der SPD-Politiker Peick sagte in der Debatte, die Sanktionen beträfen nur die Wenigsten. Wer sich an die Regeln halte, für den ändere sich nichts. Kritik kam von der Opposition. Der Grünen-Abgeordnete Dzenius sprach - wörtlich - von "unsozialem Mist", der eine Verschlechterung für Millionen Menschen bedeute. Der Linken-Abgeordnete Pellmann sagte, ein Sozialstaat, der Angst erzeuge, schwäche den Zusammenhalt. Die AfD plädierte im Gegensatz dazu für einen härten Umgang mit Bürgergeld-Beziehern. Sozialverbände und Gewerkschaften lehnen die Änderungen ab.
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.