
Bisher war das Jahr 2031 anvisiert worden. Schneider sagte im Bundestag, er habe von diesem Entwurf keine Kenntnis gehabt. Vielmehr habe er sein Ministerium angewiesen, die Maßnahmen zur Suche nach einem Endlager zu beschleunigen. Dieses dürfe nicht erst im nächsten Jahrhundert gebaut werden.
Umweltministerium hält Zielvorgabe für unrealistisch
Nach Deutschlandfunk-Informationen hatte das Umweltministerium bereits im November auf dem Forum Endlagersuche in Aussicht gestellt, die Zielvorgabe zu streichen. Der Schritt wird damit begründet, dass sich der Zeitraum als nicht realistisch erwiesen habe. Eine gesetzliche Vorgabe sei zudem nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) erklärte auf Anfrage, es liefen Gespräche, die man nicht kommentieren wolle. Auch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) lehnte eine Stellungnahme ab. Beide verwiesen auf das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUKN).
Suche könnte noch jahrzehntelang andauern
Vor zwei Jahren war durch Recherchen des Deutschlandfunks bekannt geworden, dass die Suche nach einem Standort bis in die 70er-Jahre andauern könnte. Dies hatte ein Gutachten im Auftrag des BASE ergeben. Daraufhin hatte das Bundesumweltministerium Maßnahmen zur Beschleunigung des Verfahrens angekündigt. Von einer Festlegung auf die Mitte des Jahrhunderts ist, wie von Umweltminister Schneider angekündigt, ist in dem Referentenentwurf nicht mehr die Rede.
Im kommenden Jahr will die Bundesgesellschaft für Endlagerung nach langen Vorbereitungen sogenannte Standortregionen benennen, die für ein Atommüllendlager in Frage kommen könnten. Bei der Suche nach einem Endlager geht es vorrangig um die hochradioaktiven Abfälle. Endlager für schwach und mittelradioaktiven Atommüll sind bereits im Bau oder im Betrieb.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Atommüll-Endlagersuche: Bundesregierung will zeitliche Vorgabe streichen (Audio)
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





