Solar-Förderung
Bundeswirtschaftsministerin Reiche treibt offenbar umstrittene Kürzungs-Pläne voran

Die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU, die Förderung privater Solaranlagen zu reduzieren, werden Berichten zufolge konkreter. So solle die Förderung neuer, kleiner Solaranlagen eingestellt werden, heißt es in Agenturmeldungen unter Berufung auf Kreise des Wirtschaftsministeriums.

    Ein Mann arbeitet an einem Photovoltaik-Modul auf einem Dach
    Das Bundeswirtschaftsministerium bringt offenbar die umstrittenen Pläne für Kürzungen beim Ökostrom auf den Weg. (picture alliance / dpa / Bernd WeiÃbrod)
    Bisher gilt: Wer Solarstrom erzeugt und in das Netz einspeist, erhält 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag. Diese Einspeisevergütung wurde für neue Anlagen bereits stark reduziert. In der Gesetzesnovelle heißt es laut der Deutschen Presse-Agentur, wer sich heute eine entsprechende Anlage für sein Eigenheim kaufe, für den lohne sich diese Investition bereits innerhalb weniger Jahre. Eine Förderung auf Kosten des Steuerzahlers sei daher überflüssig.
    Mit einem sogenannten "Netzanschlusspaket" will die Wirtschaftsministerin zudem den Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze besser verzahnen. Betreiber neuer Windanlagen müssten demnach für einen Netzanschluss auf Entschädigungen verzichten, falls ihre Stromerzeugung wegen Netzengpässen gedrosselt wird.
    Der Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, der sich weitgehend mit Reiches im vergangenen Monat bekannt gewordenen Plänen deckt, wird nun zunächst mit dem Kanzleramt koordiniert.
    Grünen-Co-Chef Banaszak sprach von zerstörerischen Gesetzen. Frau Reiche erweise sich als Sicherheitsrisiko für Deutschland. Auch aus den Reihen der Industrie wurde Kritik laut. So warnte etwa der Bundesverband Solarwirtschaft, dass die Energiewende in großen Teilen zum Erliegen gebracht würde.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.