Energiepolitik
CDU-Klimapolitiker Jung verteidigt geplante Änderungen bei der Energiewende

Der CDU-Klimapolitiker Jung hat den von Bundeswirtschaftsministerin Reiche angekündigten Kurswechsel bei der Energiewende verteidigt.

    Solar-Anlagen an den Balkonen von einem Haus. Sie heißen auch Balkon-Kraftwerke. Die Solar-anlagen machen aus Sonnenlicht Strom. Ima
    Steht das Ende der Förderung von Balkonkraftwerken bevor? (IMAGO / Winfried Rothermel)
    Er sagte im Deutschlandfunk, es gehe nicht um ein Ausbremsen oder Rückabwickeln von Klimazielen, sondern um mehr Effizienz bei den Maßnahmen.Die Förderung müsse so ausgerichtet werden, dass Strom zielgerichteter und damit kostengünstiger produziert werde. Jung sprach sich zudem für mehr Technologieoffenheit aus. So gelte es etwa, die Potenziale der Bioenergie besser zu nutzen. Jungs Parteikollegin Reiche hatte gestern auf Grundlage eines Monitoringberichts angekündigt, bestehende Förderungen auf den Prüfstand zu stellen. Sie schlug unter anderem vor, die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen auf Dächern abzuschaffen.
    Die Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Pop, kritisierte die Pläne. Sie sagte der "Rheinischen Post", private Haushalte leisteten mit Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Umweltverbände hielten Reiche vor, sie baue auf die Vorschläge der Gaslobby.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.