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StartseiteCorso"Es geht um die Vermittlung eines Gefühls"17.12.2019

Club "Tresor" expandiert nach Dortmund"Es geht um die Vermittlung eines Gefühls"

"Tresor.West" heißt eine neue Location in Dortmund - initiiert von Dimitri Hegemann, der in Berlin den legendären Technoclub "Tresor" betreibt. "Es ist die kleine Schwester, aber auch ein Statement", sagte der Kulturmanager im Dlf. Auch das Ruhrgebiet brauche einen Schutzraum gegen den Mainstream.

Dimitri Hegemann im Corsogespräch mit Susanne Luerweg

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Die Stahltür des Berliner Techno-Klubs "Tresor" steht jetzt im Berliner Humboldt-Forum. Durch die Tür hindurch blicken: Paul Spies (l-r), Direktor Stadtmuseum Berlin und Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum, Dimitri Hegemann, Gründer des Techno-Clubs Tresor und Leihgeber der Tresortür, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin, und Hans-Dieter Hegner, Bauvorstand der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. (dpa / picture-alliance / Bernd von Jutrczenka)
Die berühmte Stahltür des Berliner Techno-Clubs "Tresor" von Dimitri Hegemann (2 v. l.) wird nicht nach Dortmund exportiert, sondern verbleibt im Humboldt Forum im Berliner Schloss (dpa / picture-alliance / Bernd von Jutrczenka)
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Berlin, Detroit, Dortmund - in allen drei Städten hat Kulturmanager, Raumforscher, Clubbetreiber Dimitri Hegemann seine Finger im Spiel des kulturellen Lebens. In Berlin betreibt er unter anderem den legendären Club "Tresor", mit Detroit hat er eine Art Kulturaustausch, und in Dortmund eröffnet er am Freitag seinen neuen Laden, der "Tresor.West" heißen wird. Es ist eine alte Industriehalle auf dem Areal des Phönixsees.

Vor fünf Jahren wurden ihm die Räumlichkeiten schon einmal angeboten, damals lehnte er ab, weil die behördlichen Hürden zu hoch gewesen seien, wie Hegemann im Dlf sagte. Aber jetzt sei er aufgeregt und "will eine neue Clubkultur nach Dortmund bringen".

Die Ideen zur Weltverbesserung kommen früh morgens

Zwar gebe es immer noch Hemmnisse, wie Steuern und Sperrstunden, aber Hegemann ist optimistisch: "Ich will eine Nachtclubkultur etablieren, die auch wirtschaftlich interessant ist. Es könnte Jobs schaffen."

Er will Touristen nach Dortmund bringen, die Nacht-Wirtschaft sowie die Kunst-und Kulturszene fördern. "Clubs sind multifunktionale Kunstorte, wo Lichtinstallationen stattfinden - man muss übergreifend arbeiten. Das ist der moderne Club."

Wir haben noch länger mit Dimitri Hegemann gesprochen - hören Sie hier die Langfassung des Corsogesprächs

"Ich bin der Pilot", so Hegemann, der seit mehr als dreißig Jahren den "Tresor" in Berlin betreibt. Im Club von heute, so Hegemann, träfen sich alle Berufsschichten - vom Philosophen über den Handwerker. "Die besten Ideen werden morgens um fünf Uhr geboren. Es geht auch um eine neue Avantgarde-Kultur."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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