Mini-AKW
CSU widerspricht Kanzler: Atomausstieg nicht irreversibel

CSU-Generalsekretär Huber hat Bundeskanzler Merz mit Blick auf die Zukunft der Kernenergie in Deutschland widersprochen.

    Der CSU-Generalsekretär Martin Huber
    Der CSU-Generalsekretär Martin Huber. (Archivbild) (picture alliance/dpa | Peter Kneffel)
    Er sieht den Atomausstieg nicht als unumkehrbar an. Der Mediengruppe Bayern sagte Huber, mit neuen Technologien sei enorm viel möglich. Man solle auf Innovationen setzen. Huber nannte in dem Zusammenhang Mini-AKW, sogenannte "Small Modular Reactors" – also kleinere, modular gebaute Kernreaktoren. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz verwies er zudem auf die nötigen Rechenzentren. Sie brauchten große Mengen Strom. Energie sei die Lebensader einer Industrienation, betonte der CSU-Generalsekretär.
    Der Kanzler und Vorsitzende der Schwesterpartei CDU hatte den Atomausstieg Anfang der Woche als "irreversibel" bezeichnet. Bundesumweltminister Schneider (SPD) erteilte Forderungen in der EU nach Mini-Reaktoren eine Absage. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung äußerte sichzuletzt skeptisch. In der westlichen Welt ist noch kein Mini-AKW in Betrieb.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.