Mittwoch, 28.07.2021
 
Seit 07:05 Uhr Presseschau

PodcastDas Wochenendjournal

Das Wochenendjournal im Deutschlandfunk (Deutschlandradio)

Im Wochenendjournal bilden wir das Leben der Menschen in Deutschland ab. Unsere Reporterinnen und Reporter hören zu und fragen nach: Was tut sich in Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern? Was beschäftigt die Menschen in Hamburg oder Rheinland-Pfalz. Wie gestaltet sich ihr Alltag? Worüber wird in den Familien, Schulen, Betrieben, im Verein oder auf Demonstrationen in Thüringen oder dem Saarland diskutiert? Unsere Themen reichen von bunt und unterhaltsam bis nachdenklich und investigativ: Samstags, ab 9:10 Uhr.

24.07.2021Urlaubstrend JugendherbergeBurg Altena war die erste Jugendherberge der Welt (Deutschlandradio / Michael Borgers)

Vom Schlafsaal zur Familienunterkunft

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Auch die Jugendherbergen haben unter der Corona-Pandemie gelitten. Doch sie hoffen auf ein Comeback, zumal sie sich großer Beliebtheit erfreuen. Die Idee der Jugendherberge ist vor 112 Jahren im Sauerland entstanden. Seitdem hat sich in Bezug auf Komfort und Publikum viel getan. Kinder und Jugendliche stehen zwar immer noch im Mittelpunkt, doch inzwischen kommen auch Erwachsene und vor allem Familien. Michael Borgers war für das Wochenendjournal unterwegs. 

17.07.2021Küstenschutz auf Hallig SüderoogHäuser auf der Hallig Süderoog im nordfriesischen Wattenmeer, seit zehn Jahren Teil des UNESCO-Weltnaturerbes (Holger Spreer)

Die Watt-WG

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Die Natur ist Taktgeber im Leben von Nele Wree und Holger Spreer. Die Gezeiten bestimmen, ob sie einkaufen können. Die Jahreszeit entscheidet, welcher Job ansteht. Das junge Paar wohnt mitten im nordfriesischen Wattenmeer auf der Hallig Süderoog, die seit zehn Jahren Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Mit wechselnden Mitbewohnern kümmern sie sich auf dem 62 Hektar großen Eiland um den Küstenschutz und leben ihren Traum vom nachhaltigen Leben. Stephanie Gebert hat die Watt-WG besucht. 

03.07.2021Nach dem Aus für die Braunkohlepicture alliance / Sebastian Willnow (picture alliance / Sebastian Willnow)

Ein Dorf erfindet sich neu

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"Wir haben zusammen mit der Klimabewegung diesen Ort gerettet und erheben jetzt den Anspruch, dort mitgestalten zu dürfen," sagt Jens Hausner. Der Landwirt spaziert durch sein Heimatdorf Pödelwitz. Der Ort südlich von Leipzig sollte eigentlich für die Braunkohle weichen. Dorfbewohner und Klimaaktivistinnen verhinderten das. Jetzt stehen 80 Prozent der Häuser leer. Und Pödelwitz hätte das Potential für ein Modelldorf, in dem sich solidarisch, nachhaltig und frei von Diskriminierung leben lässt. Doch die Häuser gehören dem Bergbauunternehmen, das eigene Vorstellungen hat. Manuel Waltz hat für das Wochenendjournal das Dorf besucht.

26.06.2021RuhrgebietskinderAnkunft von 55 türkischen Arbeitskräften am 27.11.1961 auf dem Flughafen in Düsseldorf nach Abschluss des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. (picture alliance / dpa / Wolfgang Hub)

Die Enkel der ersten Einwanderergeneration auf Spurensuche

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"Nur wer sich und seine Geschichte kennt, kann erkannt werden", sagt Haticeela Tekeş. Die junge Frau ist in Duisburg aufgewachsen, Deutschland ist ihre Heimat. Und doch erlebt sie wie viele andere junge Menschen mit türkischen oder kurdischen Wurzeln noch immer Ausgrenzung und Rassismus. Auf der Suche nach ihrer Identität beginnen die Enkel der sogenannten Gastarbeiter, sich mit ihrer Familiengeschichte auseinander zu setzen. Claudia Hennen hat sich mit ihr und anderen auf Spurensuche begenben - in Duisburg und in Köln.

19.06.2021Polizeialltag im VisierPolizisten kontrollieren in einem Park einen Schwarzen Mann.  (Picture Alliance / dpa / Paul Zinken)

Nulltoleranz gegen Rassismus?

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Egal ob es um Drogendealer im Park, um Clan-Kriminalität oder Führerscheinkontrollen geht – immer wieder sieht sich die Polizei dem Vorwurf ausgesetzt, Racial Profiling zu betreiben, sich also bei ihren Kontrollen nach Hautfarbe und Herkunft zu orientieren. Nachrichten über polizeiinterne Chatgruppen scheinen das Bild einer Polizei, die Tendenzen ins rechtsextreme Lager hat, zu vervollständigen. Bedauerliche Einzelfälle, ein Querschnitt der Gesellschaft oder ein handfestes Strukturproblem? Cornelius Wüllenkemper hat bei der Berliner Polizei nachgehakt.

12.06.2021Arbeitsbedingungen in SchlachthöfenSchlachter neben hängenden Fleischteilen (getty images / Image Source)

Ein Jahr Fleischskandal

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Ein Jahr ist es her, dass sich massenweise rumänische Arbeiter in den Fabriken von Westfleisch, Tönnies und Co. mit dem Corona-Virus infizierten. Es wurde offenbar, unter welch katastrophalen Bedingungen diese Menschen leben und arbeiten. Fast alle waren damals noch Werkvertragsarbeiter – beschäftigt bei Subunternehmern. Viele dieser Firmen haben die Arbeiter um den Mindestlohn geprellt – und ihnen für Wucherpreise Betten in heruntergekommen Häusern vermietet. Arbeitsminister Hubertus Heil ließ daraufhin die Werkverträge verbieten. Ist nun alles gut in der Fleischindustrie? Manfred Götzke geht im Wochenendjournal dieser Frage nach.

05.06.2021Spießig war gesternMehrere Gartenhäuser sind zwischen Bäumen, Sträuchern und Wiesen zu sehen. Im Vordergrund blüht ein gelber Forsythienstrauch neben einem Trampolin für Kinder. (Picture Alliance / dpa / Bildagentur-online / Schöning)

Die neue Lust am Schrebergarten

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Von wegen Laubenpieper, Gartenzwerg und Deutschlandfahne: Der Spaß am Gärtnern gilt als hip und hat vor allem in den Großstädten auch jüngere Menschen gepackt. Im Laufe der Corona-Pandemie hat sich der Trend noch verstärkt: Kleingartenvereine können sich vor Anfragen kaum retten. Was machen Blumen, Kräuter und Gemüsebeete mit uns und wie hilft uns das Grün durch die Pandemie? Im Wochenendjournal blickt Petra Ensminger mit uns über den Gartenzaun.

29.05.2021BuchmesseEine Frau hält die drei siegreichen Bücher beim Preis der Leipziger Buchmesse, "Echos Kammern" (vorn nach hinten) von Iris Hanika, "Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung" von Heike Behrend und die Übersetzung des Werks Apropos Casanova von Timea Tanko aus dem Ungarischen.  (dpa-Zentralbild / Jan Woitas)

Leipzig liest - auch ohne Buchmesse

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Bereits zum zweiten Mal in Folge fällt in Leipzig die Buchmesse aus – pandemiebedingt. Ein Schock für die Stadt und für alle, die mit und für das Buch arbeiten. Der traditionsreiche Buchmesse-Standort bangt um die Zukunft und versucht trotzdem zu retten, was zu retten ist. Mit dem großen Lesefestival "Leipzig liest" soll in diesem Jahr zumindest digital an den Erfolg dieser Autoren- und Publikumsmesse angeknüpft werden. Ob das gelingen kann, ist offen. Alexandra Gerlach hat sich umgehört.

22.05.2021Urlaubstrend WohnmobilWohnmobile und Wohnwagen fahren in einem Autokorso durch die Innenstadt. (picture alliance / dpa / Marcel Kusch)

Große Freiheit auf vier Rädern

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Caravaning boomt. Jeder dritte Deutsche kann sich einen Urlaub im Camper vorstellen. Corona hat den Trend nochmal verstärkt – auch weil Urlaub im Wohnmobil noch möglich war, als die Hotels schon dichtmachen mussten. Und jetzt sind die Caravaner die ersten, die wieder auf die Reise gehen dürfen. Anja Nehls war bei Wohnmobilhändlern und -vermietern, hat Bastler beim Selbstausbau besucht, war auf Campingplätzen und hat mit Wohnmobilisten über die Faszination des rollenden Zuhauses gesprochen.

15.05.2021Schleswig-Holstein Aufeinender gestapelte Rohre für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 werden im Hafen Mukran auf der Insel Rügen gelagert.  (picture alliance / dpa-Zentralbild / Stefan Sauer)

Der Streit um das Flüssiggas

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Seit vielen Jahren schwirren Zukunftspläne durch die norddeutsche Luft: Sie versprechen eine Energiequelle, die den Schiffs- und Schwerlastbetrieb umwelt-freundlicher machen soll. Große Tanker sollen schon bald an der deutschen Küste festmachen und Flüssigerdgas liefern, zum Beispiel in Brunsbüttel. Allerdings mehren sich die Zweifel, ob die Technologie tatsächlich klimafreundlich ist. Schleswig-Holstein-Korrespondent Johannes Kulms war an der Elbe unterwegs.

08.05.2021Corona-Impfung Nicola Buhlinger-Göpfarth (r), Fachärztin für Allgemeinmedizin, impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus.  (picture alliance/dpa - Christoph Schmidt)

Das lange Warten auf den Pieks

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Seit Ende 2020 läuft die Impfkampagne gegen das Corona-Virus. Überall im Land wurden Impfzentren aufgebaut – so auch in Leipzig. Doch bald häuften sich Probleme mit der Onlineanmeldung und vor allem: Es fehlte der Impfstoff. Inzwischen läuft der Betrieb, aber die Kritik an der Impfkampagne bleibt: Zu langsam, überbürokratisiert, schlecht gemanagt. Die Langzeit-reportage von Sachsen-Korrespondent Alexander Moritz zeigt, wie groß die Herausforderung ist.

16.04.2021Suchtfaktor ComputerspieleEin Junge spielt das Videospiel Fortnite, aufgenommen 2018  (picture alliance / Frank May)

Zocken bis der Arzt kommt

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Computerspiele sind eine Welt für sich – die erfolgreichsten sind so aufwändig produziert wie Hollywood-Blockbuster. Wer sich in sie vertieft, kann süchtig werden, und manche Fans drohen verloren zu gehen für die reale Welt. In Corona-Zeiten boomen die Games noch mehr, sie machen die pandemiebedingte Langeweile erträglicher. Wenn Kinder und Jugendliche allerdings kaum noch vom Bildschirm wegzulocken sind, gibt es oft Streit. Sabine Adler hat sich in Familien umgehört.

10.04.2021PolyamorieEin Herz aus roter Farbe und vielen Händen. (Unsplash / Tim Marshall)

Offene Beziehungen und Affären

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Ob in der Ratgeberliteratur, in Zeitungsartikeln oder anhand von prominenten Paaren: Das Modell der offenen Beziehung wird viel diskutiert, gepriesen und verdammt – und ist dabei fast zu einer Art Modethema geworden. Auch Polyamorie – die Möglichkeit, mehrere Beziehungen ganz offen gleichzeitig zu führen – ist vielen Menschen mittlerweile ein Begriff. Leila Knüppel fragt nach: Können solche Beziehungskonstrukte wirklich gelingen? Was ist mit Eifersucht? Und ist der Wunsch nach dem oder der Einen nicht viel zu tief in uns verankert?

03.04.2021SchwesternZwei kleine Mädchen, Schwestern, sitzen zusammen im Kinderzimmer unter einem Baldachin und blättern in einem Buch. (imago stock&people)

Engste Vertraute oder Konkurrentinnen

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"Schwesterherzen" - es gibt Schwestern, die eng miteinander verbunden sind, Vertraute auf Lebenszeit. Doch Nähe und Distanz, Solidarität und Rivalität liegen nah beieinander. Das wissen Lisa und Pia Rauschenberger nur zu gut - sie sind selbst Schwestern. Gemeinsam treffen sie andere Schwesternpaare: die zusammen arbeiten, die sich erst im Alter kennenglernt haben. Und Schwestern, die gar keine sind, aber sich so nennen, weil das Band zwischen ihnen so stark ist.

20.03.2021Spaltet Corona die Gesellschaft?Zwei Menschen halten am Rande des Gottesdienstes der Querdenker ein Transparent in die Höhe, auf dem steht: "Macht, Angst, Spaltung, Kontrolle, Erziehung?" (Felix Kästle / dpa)

Querdenker, Querköpfe und Rechthaber

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Bekannte, Freunde, Familienmitglieder sprechen nicht mehr miteinander – oder sparen ein Thema aus: Die Corona-Krise. Je länger die Pandemie andauert, desto schwieriger scheint der Dialog zu fallen: Zwischen jenen, die härtere Maßnahmen für richtig halten und jenen, denen die aktuelle Aussetzung der Grundrechte schon viel zu weit geht. Manfred Götzke erkundet, wo Gräben verlaufen und Verständigung möglich ist.

23.01.2021Wintersportgebiete im LockdownWintersportorte im Sauerland und in der Eifel sind abgesperrt, um Touristen während des Corona-Lockdowns fernzuhalten. Vor einem Parkplatz steht ein Metallgitter mit der Aufschrift "Skigebiet gesperrt". (dpa/Marcel Kusch)

Verschneite Berge, verwaiste Skihänge

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Normalerweise herrscht in den Bergen jetzt Hochsaison: In den Skiorten tummeln sich den gesamten Winter über viele Millionen Ski- und Snowboardfahrer. Doch die Corona-Pandemie verdirbt den Menschen den Spaß: In Deutschland, Frankreich und Italien sind alle Skilifte geschlossen. Tobias Krone erzählt, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf den Wintersport und das Tourismusgeschäft in den Bergen hat.

16.01.2021Obdachlos in der PandemieEin Schlafsack liegt auf einer Bank im winterlichen Berlin. Im Großen Tiergarten liegt Schnee.  (IMAGO / Stefan Zeitz)

Wenn zuhause bleiben keine Option ist

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Das Corona-Virus macht vor keiner gesellschaftlichen Gruppe halt - auch nicht vor den Ärmsten der Armen, den Menschen, die auf der Straße leben. Allein in Berlin leben schätzungsweise zwischen 2000 und 5000.  "Zuhause bleiben" als Empfehlung für einen Schutz vor Ansteckung schließt diese Menschen komplett aus. Anja Nehls beleuchtet, wie es den Schwächsten unserer Gesellschaft in der Pandemie ergeht.

24.10.2020Großflughafen Berlin-BrandenburgEasyJet Flugzeug auf dem Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt, BER. (imago / photothek / Thomas Imo )

Die unendliche Geschichte

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Endlich ist es soweit: Am 31. Oktober 2020 öffnet der Flughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" (BER). Es ist der Schlusspunkt eines Großprojekts, das zeitlich und finanziell komplett aus dem Ruder gelaufen ist und sich über Jahre der Fehlplanung und Verzögerung zu einer der größten Baupannen Deutschlands ausgewachsen hat. Unser Brandenburg-Korrespondent Christoph Richter war auf dem Gelände unterwegs. Er hat sich mit dem Airport-Chef getroffen, hat mit Flughafen-Gegnern gesprochen und einen Pralinenhersteller kennengelernt, den der BER fast die Existenz gekostet hat.

31.10.2020EhrenamtLebensmittelausbage der Hanauer Tafel. Eine Frau reicht eine Tüte mit Brötchen an an einen Bedürftigen. (imago images / Michael Schick)

Gutes tun - aber warum?

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Was motiviert uns, sich ehrenamtlich zu engagieren? Ohne finanzielle Gegenleistung, in der Freizeit? In unserer marktorientierten Leistungsgesellschaft, so sollte man meinen, gibt es immer weniger Menschen, die dazu überhaupt bereit sind. Doch das Ehrenamt spielt nach wie vor eine wichtige Rolle für unsere Gesellschaft: Laut einer Umfrage von 2018 waren es in Deutschland knapp 16 Millionen Menschen, die ehrenamtlich tätig waren, also jeder fünfte.

17.10.2020Radiopreis 2020Ein Teilnehmer einer Kundgebung von Pegida auf dem Altmarkt in Dresden hält seine Hand vor die Kamera des Fotografen. (picture alliance/dpa/Matthias Rietschel)

Mein Dresden - Heimat tut weh

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Residenzstadt mit Canaletto-Blick – dafür steht Dresden, genauso aber auch für Pegida und Wutbürgertum. Wer aus Sachsens Hauptstadt kommt, kennt oft genug das Gefühl der Zerrissenheit: Da ist die Liebe zu dieser schönen, geschichtsträchtigen Stadt, aber auch Angst vor Rassismus und Hass auf der Straße. In diesem Wochenendjournal reist Reporterin Anh Tran zurück in ihre Heimatstadt, die sie vor ein paar Jahren verlassen hat. Die gebürtige Dresdnerin mit vietnamesischen Wurzeln nimmt uns mit an die Elbe, zur Frauenkirche und zur Kneipe ihrer Eltern, um mit Weggefährten darüber zu reden: Wie geht es Dresden? Und lohnt es sich zurückzukommen?

10.10.2020Linksextreme in ConnewitzMit Graffiti besprühte Altbauten im Leipziger Szeneviertel Connewitz. (Imago / Tim Wagner)

Freie Radikale

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Der Leipziger Stadtteil Connewitz hat den Ruf, eine neue Hochburg linksextremer Gewalt zu sein. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf die Polizeiwache, Mülltonnen oder Autos werden in Brand gesetzt, Baustellen attackiert. Bei Zusammenstößen zwischen linken und rechten Extremisten und der Polizei fliegen Steine oder Molotow-Cocktails. Seitdem sich in dem Szeneviertel immer mehr Baukräne drehen und Menschen aus anderen Bundesländern nach Connewitz ziehen, richten sich die Proteste auch gegen die neuen Häuser und ihre Bewohner. Sabine Adler hat für das Wochenendjournal den schon zu DDR-Zeiten angesagten Stadtteil besucht. 

26.09.2020Letzte Chance für SchulabbrecherSchulabbrecherin Natascha kümmert sich um das Pferd Havanna (Deutschlandradio / Sabine Adler)

Reif für die Insel

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Jedes Jahr werden rund 350 deutsche Jugendliche für eine Zeit ins Ausland geschickt, zum Beispiel nach Mallorca. Was oft als Urlaub unter Palmen verspottet wird, ist in Wirklichkeit der letzte Versuch, die Jugendlichen vor einem gescheiterten Leben zu bewahren. Viele schwänzen schon lange den Unterricht, über 50.000 verlassen die Schule jedes Jahr ohne Abschluss. Sie nehmen Drogen, leben auf der Straße. Greift keine Hilfe mehr, kommt die sogenannte intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung im Ausland ins Spiel. Sabine Adler hat die 17-jährige Natascha aus Berlin über zweieinhalb Jahre lang begleitet; wie sie sich anfangs strikt weigerte zu lernen und schließlich doch ihren Hauptschulabschluss schaffte.

12.09.2020Dresdner Bühnen nach der ZwangspauseVier Tänzer trainieren mit Abstand in einem großen Raum. Auf einem Stuhl im Vordergrund sitzt die Tanztrainerin. (Alexandra Gerlach)

Wir leben noch

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Die Coronakrise und die Einschränkungen zur Eindämmung des Virus haben den Kulturbetrieb in den vergangenen sechs Monaten fast zum Erliegen gebracht. Nur langsam meldeten sich erste Häuser schon vor der Sommerpause wieder zurück, mit neuen Formaten und abgespeckten, Corona-tauglichen Inszenierungen sowie ausgefeilten Hygienekonzepten. Unter den Opernhäusern war die Semperoper Dresden das erste Haus, das den Spielbetrieb auch in den Innenräumen wieder aufgenommen hat.

05.09.2020Mit dem Fahrrad durch BerlinMann markiert einen temporären Radverkehrsstreifen auf dem Kottbusser Damm in Berlin  (dpa/Jörg Carstensen)

Ganz schön mutig

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In der Corona-Pandemie sind mehr Menschen aufs Rad gestiegen, auch in Berlin hat der Fahrradverkehr drastisch zugenommen. Und viele haben gemerkt, dass es mit der groß angekündigten Mobilitätswende des rot-rot-grünen Senats nicht so weit her ist. Das Gesetz ist da, das Geld auch, aber auf der Straße ist bislang nur wenig zu spüren von neuen, sicheren Radwegen. Unsere Berliner Korrespondenten und passionierten Radler Claudia van Laak und Frank Capellan haben die Straßen der Hauptstadt getestet.

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