
Nach Intervention von China, Russland und Frankreich wurde der Text der Entschließung geändert. Die für heute vorgesehene Abstimmung wurde verschoben. Im ersten Entwurf war vom Einsatz "aller notwendigen Mittel" für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt die Rede. Dies hätte auch offensive Militäreinsätze eingeschlossen. Im abgeänderten Text werden nur Verteidigungseinsätze autorisiert. Über die Vorlage soll nun vermutlich am Samstag abgestimmt werden.
Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge weitgehend zum Erliegen gekommen. Zuletzt gab es allerdings Berichte, wonach die Zahl der Passagen durch die Merresenge wieder etwas zugenommen habe.
40 Staaten verlangen Freigabe der Meerenge
Rund 40 Staaten forderten den Iran auf, den Schifffahrtsweg sofort und bedingungslos wieder freizugeben. Der Iran versuche, die Weltwirtschaft in der Straße von Hormus als Geisel zu nehmen, erklärte die britische Außenministerin Cooper nach einer Videokonferenz zur Lage an der Meerenge. Damit dürfe er sich nicht durchsetzen.
Die Teilnehmer der Konferenz verlangten, die grundlegenden Prinzipien der Freiheit der Schifffahrt und des Seerechts zu achten. Konkrete Beschlüsse fassten die Teilnehmer allerdings nicht.
Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
