Beschluss der Weltklimakonferenz
Delegierte stimmen für Minimal-Kompromiss - Enttäuschung und Zufriedenheit

Der Beschluss der Weltklimakonferenz in Brasilien ist auf ein geteiltes Echo gestoßen.

    Blick auf den Eingang zur Weltklimakonferenz COP30.
    Klimabeschluss ohne Aus für Kohle, Öl und Gas (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    UNO-Generalsekretär Guterres sagte, die Konferenz habe nicht alles erreicht, was notwendig sei. In Zeiten geopolitischer Spaltungen sei es schwieriger denn je, einen Konsens zu erzielen. Indien und andere große Schwellenländer wie Brasilien, China und Südafrika äußerten sich zufrieden über das Ergebnis. Kolumbien kritisierte hingegen, dass es nicht gelungen sei, einen Fahrplan zur Abkehr von den fossilen Energien zu beschließen. Ähnlich äußerten sich Umweltorganisationen und Hilfswerke. Insbesondere Ölstaaten wie Saudi-Arabien hatten einen verbindlichen Zeitplan zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas abgelehnt, ebenso China. Die brasilianische Präsidentschaft strebt nun ein Programm auf freiwilliger Basis an.
    Nach knapp zwei Wochen Verhandlungen hatten die Vertreter von rund 190 Staaten auf der Weltklimakonferenz einen minimalen Kompromiss erzielt. Beschlossen wurde unter anderem, dass reiche Staaten ihre Klimahilfen an ärmere Länder zur Anpassung an die Folgen der Erderhitzung erhöhen.
    Diese Nachricht wurde am 22.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.