Mehrere tausend Teilnehmende
Demonstrationen in deutschen Städten zu möglichem Verbot rechtsextremer Parteien

In mehreren deutschen Städten hat es Demonstrationen für die Überprüfung von Parteien unter Rechtsextremismusverdacht gegeben.

    Teilnehmer der Demo für die Überprüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht stehen mit Plakaten und Schildern auf dem Geschwister-Scholl-Platz in München.
    Tausende demonstrierten für die Überprüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht in München. (picture alliance / dpa / Lukas Barth-Tuttas)
    Am Münchner Geschwister-Scholl-Platz versammelten sich laut Polizei rund 3.000 Teilnehmende. In Hamburg seien es etwa 4.000 Demonstrantinnen und Demonstranten gewesen, in Hannover rund 1.200. Zu den Protesten aufgerufen hatte die Organisation "PRÜF" des Satirikers und Politikers Nico Semsrott. Sie fordert, dass Verbote von Parteien unter Rechtsextremismusverdacht vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. Im Zentrum der Debatte steht die AfD.
    Sie wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz im vergangenen Jahr als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft. Dagegen geht die AfD juristisch vor. Im Februar entschied das Verwaltungsgericht Köln in einem Eilverfahren, dass das Bundesamt die AfD vorerst nicht als gesichert rechtsextremistisch einstufen und bezeichnen darf. Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.