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StartseiteAus Religion und GesellschaftUnterwegs zum neuen Menschen30.01.2019

Der Mystiker Hugo Makibi Enomiya LassalleUnterwegs zum neuen Menschen

Er war Westfale und Jesuit, er war Zen-Meister und lebte in Japan. Hugo Makibi Enomiya Lassalle überlebte die Atombombe auf Hiroshima. Bis zu seinem Tod setzte er sich für den Weltfrieden ein. Und, so die Überzeugung des Mystikers: "Der Mensch der Zukunft wird ein Mystiker sein."

Von Corinna Mühlstedt

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Das zerstörte Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe durch die US-Amerikaner am 06.08.1945 (dpa/picture alliance/UPPA/Photoshot)
Das zerstörte Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe durch die US-Amerikaner am 06.08.1945 (dpa/picture alliance/UPPA/Photoshot)
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"Die Menschheit steht an einem Wendepunkt, wie er in Jahrtausenden nur einmal vorkommt. Der Mensch muss den Schritt zu einem "neuen Bewusstsein" tun, oder er ist dem Untergang geweiht."

Worte des deutschen Jesuiten und Zen-Lehrers Hugo Makibi Enomiya Lassalle. Er überlebte die Atombombe von Hiroshima und wurde zu einem Mahner für den Frieden:

"Das Problem des Weltfriedens ist in erster Linie eine Frage des menschlichen Herzens. Der Mensch muss ein neuer Mensch werden. Das gilt im Zen-Buddhismus ebenso wie in der christlichen Mystik. Der Mensch der Zukunft wird ein Mystiker sein, wenn er die Chance nützt, die ihm gegeben wird."

Von der Kultur des Buddhisums angezogen

Hugo Lassalle wird am 11. November 1898 in Westfalen geboren, in der Nähe von Höxter. Seine Jugend ist von Krieg und Gewalt geprägt: Sein Bruder stirbt im Ersten Weltkrieg an der Front, er selbst wird verwundet.

Auf der Suche nach Orientierung schließt Lassalle sich 1919 den Jesuiten an. Als der Orden ihn 1929 nach Japan schickt, kommt er erstmals in Kontakt mit der Welt des Zen-Buddhismus.

Als 90-Jähriger erinnert sich Lassalle in einem Interview:

"Als mir klar wurde, dass ich als Missionar nach Japan gehen würde, habe ich unter anderem festgestellt, dass in frühen Zeiten Zen einen großen Einfluss auf die japanische Mentalität hatte. Und deswegen habe ich mich für Zen interessiert."

Japan, das Land "der aufgehenden Morgensonne", ist zu jener Zeit im Umbruch. Eine jahrtausendealte Tradition trifft auf die Moderne.

Lassalle fühlt sich von der Kultur des Buddhismus angezogen und liest viele Bücher über die Zen-Meditation.

Strenge Disziplin der Zen-Übungen

Der Jesuit engagiert sich in Tokyo für den Aufbau einer neuen Universität und errichtet eine Sozialstation in des Slums der Metropole. 1935 wird er zum Superior der deutschen Jesuiten in Japan gewählt und zieht bald darauf nach Hiroshima.

"Und dann bin ich zum ersten Mal in einen buddhistischen Tempel gegangen und habe dort einen strengen Zen-Kurs mitgemacht. Und das hat mir den Eindruck gegeben, obwohl es sehr hart war, dass es auch uns im Christlichen, zumindest in Japan, nützlich sein könnte. Und so fing das Ganze an."

Hugo Lassalle ist einer der ersten Europäer, der sich 1943 im "Zen-Tempel des Ewigen Lichts" bei Hiroshima der strengen Disziplin der Zen-Übungen unterwirft: Er lernt, stundenlang regungslos in der Meditationshaltung, dem "Lotussitz", zu verbringen - in der Hoffnung, dabei alle überflüssigen Gedanken loslassen zu können.

"Zen will den ganzen Traditionsbestand von Logik, von Philosophie, von Schriften überwinden. Man will direkt zurück zur ursprünglichen Erfahrung des Buddha und tut das auf zwei Weisen: eine Konzentration des Atems und der Aufmerksamkeit - eine völlig klare und ungebrochene Sitzhaltung, bei der keinerlei körperliche Verspannungen entstehen, sondern der Körper total in sich selbst ruht. Man sitzt, man atmet, man fokussiert das Bewusstsein. Eins geht in das andere über."

… berichtet der Religionswissenschaftler Michael von Brück, ein späterer Schüler Lassalles.

Teilnehmer eines Zen-Kurses (imago stock&people)Teilnehmer eines Zen-Kurses (imago stock&people)

In einem Text aus der Zen-Tradition heißt es:

Wenn Du durch das Tor des Lebens gelangen willst,
musst Du aufbrechen, einen Weg suchen.
Du wirst straucheln und fallen,
aber die Kraft haben wieder aufzustehen.
Irgendwann wirst Du beginnen, diesen Weg zu lieben,
weil Du erkennst, dass es Dein Weg ist.
Alles kommt darauf an, den ersten Schritt zu wagen.
Denn mit dem ersten Schritt gehst Du durch das Tor.

Mystische Erlebnisse, Gotteserfahrungen

Für Hugo Lassalle ist das Zen-Training in Hiroshima der Anfang eines lebenslangen Weges. Die Kraft durchzuhalten, bezieht er nicht zuletzt aus mystischen Erlebnissen als Novize, die er als "Inneres-Berührt-Werden" empfunden hat:

"Dieser tiefe Trost lebte noch lange Zeit in meiner Erinnerung auf, kam aber seltener. Doch die Sehnsucht blieb."

Lassalle ahnt intuitiv, dass die Zen-Übungen, die alles Äußerliche beiseitelassen, Erfahrungen dieser Art unterstützen können.

"Der Mensch von heute verlangt nicht nach Beweisen für die Existenz Gottes, sondern nach Gottes-Erfahrungen. Man darf sich das aber nicht so vorstellen, dass Gott im Sinne einer Person erfahren wird. Was wir erfahren, ist jenes Geheimnis, das uns im Dasein trägt, auf dem alles ruht und das uns in der Tiefe anzurühren vermag."Der Jesuit Niklaus Brantschen (Martin Friedli)Der Jesuit Niklaus Brantschen (Martin Friedli)

Der Schweizer Jesuit Niklaus Brantschen ist ebenfalls ein Schüler Lassalles. Die tiefe "Sehnsucht", von der sein Lehrer spreche, spiegele sich in der Mystik aller Religionen:

"Es gibt in jeder Religion, Hochreligion, spirituelle mystische Ströme, sei es im Islam, im Judentum, selbstverständlich im Christentum und natürlich im Buddhismus. Zen ist eigentlich eine Erweckungsbewegung im 8./9. Jahrhundert in China, wo die Menschen gesagt haben: Wir brauchen einen Weg der unmittelbaren Erfahrung, nicht Philosophien, Theorien über Buddha und den Weg Buddhas, sondern einen Erfahrungszugang zur Wirklichkeit. Und insofern ist die Zen-Erfahrung und Zen als Weg offen für andere Religionen, für andere spirituelle Wege. Und wer etwa als Christ den Weg des Zen geht, entdeckt auf diesem Weg die eigene spirituelle mystische Tradition."

Mein Freund, wenn du dich
mit der mystischen Schau beschäftigst,
dann lasse alles hinter dir zurück,
alles, was wahrgenommen und gedacht wird,
alles, was ist und was nicht ist,
und brich auf, um eins zu werden mit dem,
was mehr ist als alles Sein und Erkennen.

… schreibt der christliche Mystiker Dionysios Areopagita im 6. Jahrhundert.

Verloren gegangene christliche Mystik

Hugo Lassalle wird in Asien zunehmend bewusst, wie sehr der Schatz christlicher Mystik in den modernen Industrie-Gesellschaften verloren gegangen ist. Die religiöse Erfahrung sei vom Intellekt verdrängt worden:

"Man kann nämlich das Göttliche, Gott, mit dem normalen rationalen Bewusstsein nur sehr unvollkommen verstehen. Deshalb ist es so wichtig, einmal mit dem Denken aufzuhören. Solange wir Gott als Objekt sehen, ist es nicht Gott, sondern ein Bild von Gott."

Alles hängt davon ab, dass ich wieder sehen lerne,
nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen.

Während Hugo Lassalle in Hiroshima die Zen-Meditation studiert, bahnt sich in Ostasien eine verheerende politische Entwicklung an. 1940 paktiert Japan mit Nazi-Deutschland. 1941 greift das japanische Militär den US-amerikanischen Stützpunkt Pearl Harbour an, und der Zweite Weltkrieg erfasst den pazifischen Raum. Im August 1945 werfen die USA über Japan zwei Atombomben ab. Die erste trifft die Küstenstadt Hiroshima am 6. August ohne Vorwarnung.

"Ich dachte, dass ich nun sterben würde"

Die Explosion tötet unmittelbar fast eine Viertel Million Menschen. Lassalle wird sich Zeit Lebens erinnern:

"Es war Morgen, Viertel nach Acht. Ich stand in meinem Arbeitszimmer. Plötzlich strahlte ein helles Licht auf. Dann fiel alles über mir zusammen und es wurde ganz dunkel. Als es allmählich wieder hell im Zimmer wurde, sah ich, dass Fenster und Wände kaputt waren. Ich dachte, dass ich nun sterben würde."

Hugo Lassalle wird durch Glassplitter schwer verletzt. Von dem Grauen, berichtet ein weiterer Jesuit in seinen Aufzeichnungen, John Siemes:

"Alle Häuser ringsum sind zusammengestürzt. Überall schreien Menschen unter den Trümmern um Hilfe. Eine Feuerwalze kommt näher. Wir flüchten in den Park und weiter an das Ufer des Flusses. Überall liegen Verletzte. Viele sterben. Plötzlich wird es finster. Vom Meer her kommt ein Orkan den Fluss entlang gerast. Entwurzelte Bäume fliegen durch die Luft. Die Menschen klammern sich am Boden fest. Viele werden in den Fluss gewirbelt."

Als sich der Sturm beruhigt, berichtet Siemens, wird ein protestantischer Pastor für die Jesuiten zum Retter: Er transportiert die Verwundeten, darunter auch den stark blutenden Hugo Lassalle, mit einem Boot flussabwärts. Im Morgengrauen erreichen die Überlebenden das Noviziat der Jesuiten in Nagatsuka, einige Kilometer außerhalb der Stadt.

 "Das Bild von Hiroshima, das sich uns nach Sonnenaufgang bietet, ist entsetzlich: Wo einst Häuser standen, ist alles, soweit das Auge reicht, eine Wüste aus Asche und Trümmern. Die Ufer des Flusses sind bedeckt mit verkohlten Leichen."

So John Siemes. Drei Tage später werfen die USA eine zweite Atombombe über der Stadt Nagasaki ab und zwingen Japan zur Kapitulation.

"Weltfriedenskirche"

Lassalle nimmt aus Solidarität mit den Opfern der Atombomben die japanische Staatsbürgerschaft an. Sein voller Name lautet nun Hugo Makibi Enomiya Lassalle.

Als 1949 auch die Sowjetunion Atomwaffen entwickelt hat und sich ein weltweites Wettrüsten abzeichnet, ist er entsetzt:

"Wenn die Entwicklung der Welt so weiterliefe wie bisher, könnte es dahin kommen, dass die Menschheit sich selbst zu vernichten imstande ist. Wir leben heute in einer gewissen Schizophrenie: Einerseits der Wahnsinn der atomaren Aufrüstung - andererseits der echte Friedenswille der ganzen Menschheit. - Wo ist ein Ausweg aus der Krise?"

Lassalle beschließt, Zeichen zu setzen: Er gründet mit befreundeten Zen-Mönchen eine interreligiöse Vereinigung, die ethische Werte und den Frieden fördern soll.

Außenansicht der Weltfriedenskirche in Hiroshima, JapanWeltfriedenskirche in Hiroshima

Zugleich sammelt er Spenden, um in Hiroshima ein Mahnmal zu errichten: die "Weltfriedenskirche". Genau neun Jahren nach dem Abwurf der Atombombe wird sie eingeweiht, mit hochrangigen Gästen aus aller Welt.

"Angesichts der atomaren Bedrohung der Menschheit muss der Mensch sich ein "neues Bewusstsein" zu Eigen machen. Er muss ein neuer Mensch werden, um einen dauernden Weltfrieden zu ermöglichen - ein Mensch des Friedens."

Widerstand in den eigenen Reihen

So Lassalle. Er macht sich die Vermittlung dieses "neuen Bewusstseins" zur Lebensaufgabe. Die Zen-Meditation erhält dabei eine Schlüsselfunktion. Doch der Jesuit stößt schon bald auf Widerstand in den eigenen Reihen. Sein Schüler Niklaus Brantschen:

"Lassalle war ein Pionier. Und das war natürlich für die Mitbrüder nicht einfach. Er wurde nach einem der ersten Bücher in Rom verklagt, und da hat er das Gespräch gesucht. Er ging nach Rom und hat alle Einwände, charmant wie er war, ausgeräumt. Dadurch hat er natürlich eine Botschaft in die römischen Institutionen vermittelt. Und das Konzil hat einige seiner Anregungen aufgenommen."

1965 verabschiedet das Zweite Vatikanische Konzil unter der Leitung Pauls VI. die Erklärung "Nostra Aetate".

Sie öffnet die katholische Kirche für den Dialog mit anderen Religionen und stärkt damit auch Lassalle den Rücken. Schon vier Jahre später kann er ein christliches Zen-Zentrum bei Tokyo einweihen: Shinmeikutsu - "Die Höhle des göttlichen Dunkels". Dieses Zentrum gibt es bis heute.

"Im Zen, wenn man das sehr lange übt, dann werden gewisse Fähigkeiten im Menschen wach. Mein Glaube ist durch das Üben des Zen viel stärker geworden. Das Wesen, das tiefste im Glauben, ist nicht der Kopf. Das ist der Grund, der Seelengrund wie die Mystiker sagen. Und da ist das Zen ein Weg, das zu öffnen, da hinzuführen in diesen letzten Grund."

"Erleuchtung"

Das höchste Ziel des Zen ist die "Erleuchtung" - auf Japanisch "Sátori" oder "Kénsho". Die Erfahrung, um die es dabei geht, sei jener der christlichen Mystik ähnlich, meint der Jesuit und Zen-Lehrer Niklaus Brantschen:

"Das ist nicht ein Riesenlicht, ein Blitz, sondern das ist ein Aufwachen und Sehen. Das ist die Erleuchtung: das Wahrnehmen meines eigentlichen ursprünglichen Wesens – und im selben Moment schaue ich das Wesen der Welt schlechthin. Ich würde sagen, es liegt haarscharf in der Mitte von rationalem Bewusstsein und so einem Fühlen, Empfinden. Es ist eine innere Sicht, gleichsam mit dem dritten Auge, wie es die Mystiker im christlichen Mittelalter gesagt haben. Es ist nicht ein Verstehen mit dem Kopf, es ist nicht einfach nur ein Gefühl, sondern es ist eine Klarheit, eine Unmittelbarkeit. Das ist der Punkt."

Nach rund 30 Jahren Zen-Praxis erfährt Enomiya Lassalle 1972 von seinem Lehrer, dem japanischen Zen-Meister Yamada Roshi, dass er "Kensho" erlangt habe, die Erleuchtung, das Erschauen des eigenen Wesens. Lassalle schreibt:

"Die Erleuchtung, das letzte Ziel des Zen, ist die Erfahrung des Ganzen und überwindet den Gegensatz zwischen Mensch und Welt. Sie ist die Inbesitznahme einer geistigen Kraft, die an sich jeder Mensch in sich hat, die ihm aber zuvor verborgen war und daher nicht zur Verfügung stand. Erleuchtung ist ein Innewerden des Absoluten. Aber die Erleuchtung ist nur der Anfang! Wichtig ist, dass der Betreffende weiter an sich arbeitet."

Zen-Lehrer in Deutschland und ganz Europa

Enomiya Lassalle wird von Yamada Roshi ermutigt, die Zen-Meditation auch in Europa zu lehren. Der japanische Zen-Meister ist mit dem christlichen Glauben bestens vertraut und setzt auf interreligiöse Kooperation - im Gegensatz zu manchen seiner japanischen Zeitgenossen:

"Ich denke, dass wir Buddhisten heute mit der katholischen Kirche zusammen arbeiten müssen. Nur gemeinsam können wir das Ziel erreichen, die Welt von einem Denken zu erlösen, das den Menschen egozentrisch macht und ihn von seiner Umwelt trennt. Die Befreiung von diesem "dualistischen" Denken ist nach buddhistischer Überzeugung der entscheidende Schritt, der zu Einheit und Frieden in der Welt führt."

In den letzten Jahren seines Lebens reist Enomiya Lassalle in viele Länder Asiens und Europas, um seine Einsichten weiterzugeben. Bald wird er auch in Deutschland als Zen-Lehrer bekannt.

In der DDR wird Michael von Brück als protestantischer Theologiestudent sein Schüler. Auch er habe erlebt, dass die Erfahrung des Zen alle kulturellen Grenzen sprenge:

"Das Entscheidende ist der Alltag. Die Übung bewährt sich im Alltag in der Konzentration. Dieses völlige im Hier und Jetzt sein, mit dem gesamten mentalen Apparat des Menschen, das ist die Übung des Zen. Und dies führt dann zu tieferen Erfahrungen des Bewusstseins, die eine Gesamt-Schau der Wirklichkeit ergeben, jenseits von unseren normalen zeitlichen und räumlichen Vorstellungen, die so etwas wie eine Erleuchtungs-Erfahrung ist."

Ausgehend von solchen Erkenntnissen, so hofft Enomiya Lassalle, könnte die Menschheit ein reiferes Bewusstsein entwickeln, das atomare Katastrophen wie jene von Hiroshima nicht mehr zulasse:

"Der Mensch muss Schritt für Schritt umgewandelt werden, bis es ihm eine Selbstverständlichkeit geworden ist, aus der Beziehung zum absoluten Sein zu handeln. Dann wird ein neues Denken möglich, ein mystisches Denken, das sich auf das Verhalten des Menschen auswirkt. Der neue Mensch wird ein Erleuchteter sein, christlich gesprochen: ein Mystiker!"

"Aiun - Wolke der Liebe"

1989 erlebt Lassalle noch den Fall der Berliner Mauer und das vorläufige Ende des Ost-West-Konfliktes. Er sieht darin ein Zeichen der Hoffnung.

Im selben Jahr erhält er von seinen buddhistischen Freunden offiziell den Ehrentitel: "Aiun" - "Wolke der Liebe"!

Am 7. Juli 1990 stirbt Hugo Makibi Enomiya Lassalle. Er wird nach buddhistischer Tradition verbrannt und seine Asche in der Weltfriedenskirche von Hiroshima beigesetzt.

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