Mittwoch, 01. Februar 2023

Marsbedeckung, Orion und Co.
Der Sternenhimmel im Dezember

Im kommenden Monat erleben wir den kürzesten Tag des Jahres: Am 21. Dezember fängt astronomisch der Winter an. In der Mitte Deutschlands steht die Sonne dann nur noch knapp achteinhalb Stunden über dem Horizont. Besonders hell strahlt der Mars.

Von Dirk Lorenzen | 30.11.2022

Der Anblick des Südhimmels morgen gegen 22 Uhr, am 15. Dezember gegen 21 Uhr und am Monatsende gegen 20 Uhr.
Der Anblick des Südhimmels morgen gegen 22 Uhr, am 15. Dezember gegen 21 Uhr und am Monatsende gegen 20 Uhr. (Stellarium)
Der Star des Nachthimmels ist unser Nachbarplanet Mars im Sternbild Stier.Er leuchtet jetzt besonders hell, weil er am 8. Dezember seine beste Stellung seit mehr als zwei Jahren erreicht. Genau an jenem Tag wird der Planet morgens vom Vollmond bedeckt. Zwischen etwa 6 und 7 Uhr früh schiebt sich die helle Mondscheibe vor den Mars.
Zwei weitere Planeten zeigen sich im Dezember: Der Ringplanet Saturn verschwindet etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang im Westen, der Riesenplanet Jupiter erst nach Mitternacht. Morgen Abend steht der Halbmond bei Jupiter. Am Abend des 2. Weihnachtstages leuchtet der Mond in der Nähe von Saturn, bevor der Halbmond am 29. Dezember wieder den Jupiter erreicht.

Funkelnde Wintersternbilder in den langen Nächten

In den langen Nächten dominieren die funkelnden Wintersternbilder. In den Stunden rund um Mitternacht zeigen sich Orion, Großer und Kleiner Hund, die Zwillinge, der Fuhrmann und der Stier hoch am Südhimmel. Dort sind acht der hellsten Sterne des gesamten Firmaments versammelt – in diesem Jahr ergänzt um den strahlenden Mars.
Noch vor Beginn der Morgendämmerung verschwinden die Wintersternbilder im Westen. Dafür übernehmen Löwe, Bootes und Jungfrau die Himmelsbühne im Süden – diese Frühlingsfiguren signalisieren, dass auch der längste Winter irgendwann zu Ende geht.
Der Dezember-Sternenhimmel, vorgestellt von der Vereinigung der Sternfreunde
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