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StartseiteDeutschlandfunk - Der Tag"Ich glaube, dass unsere Gesellschaft verroht"28.11.2017

Der Tag"Ich glaube, dass unsere Gesellschaft verroht"

Der Bürgermeister von Altena ist Opfer eines Messerangriffs geworden. Der Staatsschutz geht von einem politischen Motiv aus. Andreas Hollstein schilderte, dass er seit Jahren beobachte, wie sich der Hass in Deutschland ausbreite. Außerdem im Podcast: dicke Luft in den Städten und Ärger in der GroKo.

Von Ann-Kathrin Büüsker

Der Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein (CDU), gibt am Tag nach dem Messerangriff eine Pressekonferenz. (dpa / Oliver Berg)
Der Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein (CDU), am Tag nach dem Messerangriff. (dpa / Oliver Berg)

"Ich glaube, dass unsere Gesellschaft verroht", sagt Andreas Hollstein, CDU. Er ist Bürgermeister von Altena im Sauerland. Am Montagabend wurde er bei einer Messerattacke leicht verletzt. Dass nichts Schlimmeres passiert ist, verdankt er den Mitarbeitern des Imbisses, in dem der Vorfall passierte. Hollstein schildert im Interview, dass er seit Jahren beobachtet, wie sich der Hass in Deutschland ausbreitet. Durch anonyme Drohungen im Internet, aber auch durch eine zunehmende Verrohung im Alltag. Aufgeben will er deshalb nicht. Im Gegenteil, er ist überzeugt davon, dass sich etwas ändern muss.

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In der geschäftsführenden Bundesregierung knartscht es gerade kräftig. Nachdem Landwirtschaftsminister Christian Schmidt im Alleingang entschieden hat, wie Deutschland sich auf EU-Ebene in der Diskussion zu Glyphosat positioniert, schäumt die SPD vor Wut. Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist wenig erfreut. Wie sie reagiert und warum es für sie gar nicht mal so einfach wäre, Schmidt aus dem Kabinett zu werfen, erklärt Katharina Hamberger aus unserem Hauptstadtstudio.

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